Gnabry wirbelt und trifft

von Redaktion

Der Bayern-Stürmer ist klar der beste Mann im DFB-Team – Kimmich als Aggressiv-Leader

VON MANUEL BONKE

Marc-André ter Stegen: Beim Pfosten-Knaller von de Paul hätte ter Stegen keine Chance gehabt. Bei den Gegentoren war er machtlos. Insgesamt gab es nur wenig Gelegenheit für den Torwart des FC Barcelona, sich auszuzeichnen. Note: 3

Lukas Klostermann: Der Leipziger leitete die ersten beiden Tore über die rechte Seite ein. In der Defensive war Klostermann verlässlich. Note: 2

Emre Can: Solider Auftritt des Italien-Legionärs in der Abwehr. Zeigte ein ordentliches Zweikampfverhalten und brachte die nötige Aggressivität auf den Platz. Note: 3

Robin Koch: Beim Freiburger war bei seinem DFB-Debüt von Nervosität keine Spur. Er stand im Zentrum der Dreierkette sicher, gewann viele Zweikämpfe und gestaltete den Spielaufbau mit mutigen Pässen nach vorne. Beim 1:2-Anschlusstreffer unterlief er allerdings die Flanke. Note: 3

Niklas Süle: Bei einigen Zweikampf wirkte der Abwehrchef etwas hüftsteif, ansonsten zeigte Süle einmal mehr eine abgeklärte Partie. Durch die zahlreichen Ausfälle musste er gestern noch mehr Verantwortung übernehmen und gab aus der Abwehrkette lautstarke Kommandos an seine Nebenleute. Note: 3

Marcel Halstenberg: Beinahe wäre aus Halstenberg wieder Knallstenberg geworden. Sein Freistoß aus 23 m donnerte jedoch nur an die Latte. In der Rückwärtsbewegung stellte ihn sein quirliger Gegenspieler Roberto Pereyra allerdings vor massive Probleme. Note: 3

Joshua Kimmich: Im Mittelfeld-Zentrum und mit der Kapitänsbinde um den Arm gab Kimmich einmal mehr den Aggressiv-Leader und kassierte bereits nach elf Minuten die Gelbe Karte. Allerdings wurde der Münchner von den Argentiniern auch selbst hart angegangen. Seine hohen Bälle aus dem Halbfeld zerschnitten regelmäßig die Abwehrreihe der Südamerikaner. Note: 3

Kai Havertz: Endlich durfte das Jahrhundert-Talent bei Jogi mal von Anfang an ran – und bedankte sich mit dem Treffer zum 2:0 für das Vertrauen. Allerdings hatte der Leverkusener ungewohnt viele Unsauberkeiten in seinem Spiel. In der zweiten Hälfte spielte er deutlich konzentrierter. Note: 3

Julian Brandt: Kurzer Schreckmoment als Brandt nach einer Offensiv-Aktion gegen den Pfosten rauschte – doch der Dortmunder blieb dabei unversehrt. Ab und zu mit Spielwitz, insgesamt aber der unauffälligste Offensiv-Akteur. Im Torabschluss war Brandt allerdings nicht konzentriert genug. Note: 4

(ab 65. Nadiem Amiri: o.B.)

Serge Gnabry: Auch gegen Argentinien hatte Gnabry wieder was zum Rühren und feierte seinen zehnten Treffer im elften Länderspiel. Dabei ließ er vier Gegenspieler auf engstem Raum aussteigen. Mit seiner guten Ballbehandlung und seiner Schnelligkeit stellte er die Argentinier häufig vor Probleme, bereitete das 2:0 vor. Note: 1

(ab 71. Suat Serdar: o.B.)

Luca Waldschmidt: Der zweite DFB-Debütant des Abends zeigte viel Engagement und hatte ein hohes Laufpensum. Allerdings wirkte er im Spiel der deutschen Auswahl noch nicht vollends integriert. Ließ sich immer wieder fallen, um aus der Abwehr heraus anspielbar zu sein. Note: 3

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