„Absolut in der Weltklasse angekommen“

von Redaktion

Kimmich-Lob für Mittelstürmer Serge Gnabry – und Werben um Kai Havertz

Dortmund – Er lässt lieber seine Tore sprechen, statt nach dem Spiel das Wort zu ergreifen: Serge Gnabry. Seinen zehnten Treffer im elften Länderspiel feierte der Bayern-Star nach dem Spiel zunächst mit DFB-Sponsoren in einer Loge. Erst kurz vor der Abfahrt des Mannschaftsbusses aus den Katakomben des Signal-Iduna-Parks tauchte er auf und rauschte wortlos an den wartenden Medienvertretern vobei.

Gnabrys Öffentlichkeitsarbeit ist noch ausbaufähig, dafür ist er sportlich in der Form seines Lebens. Wenn der Offensivspieler also nicht über seine starken Leistungen sprechen wollte, mussten das eben Trainer und Mitspieler tun. So wie Joshua Kimmich, der Kumpel Gnabry mittlerweile „absolut in der Weltklasse“ angekommen sieht: „Ich kenne den Serge länger als jeder andere hier. Für mich war er in unserem Jahrgang schon immer der beste Spieler. Um die Fähigkeiten von ihm woanders zu finden, müsst ihr lange fahren.“

Anders als in München, darf Gnabry bei der Nationalmannschaft als Mittelstürmer ran. In dieser Rolle gefällt er Kimmich besonders gut: „Da kann er noch mehr von seinen Qualitäten zeigen als auf den Außen, weil er ein sehr gutes Gespür dafür hat, was die Mannschaft zu welchem Zeitpunkt braucht. Er kann uns helfen, indem er sich ins Mittelfeld fallen lässt und mitspielt oder aber indem er in die Tiefe geht. Er sucht immer das Tor und hat das Auge für seine Mitspieler, wie beim 2:0.“

Das erzielte Kai Havertz. Gut möglich, dass Havertz und Gnabry ab Sommer nicht mehr ausschließlich beim DFB zusammenspielen. Das Jahrhundert-Talent aus Leverkusen steht auf dem Spieler-Wunschzettel des FC Bayern ganz oben. „Gute Spieler passen immer gut nach München. Der Kai ist ein super Fußballer. Es macht immer Spaß, mit ihm zu spielen, weil er Spielfreude und Spielverständnis hat“, meinte Kimmich.

Er hatte die Zeit während einer Länderspielmaßnahme bereits einmal genutzt, um Havertz einen Wechsel zum Rekordmeister schmackhaft zu machen.

Allerdings versucht Havertz, den Hype um seine Person klein zu halten, meinte nach seiner Tor-Premiere im DFB-Dress nur: „Es zählen die Spiele und die Taten auf dem Platz, nicht das, was andere über einen sagen. Ich weiß, wie das Geschäft läuft. Am einen Tag bist du der Held, am anderen heißt es, man käme nicht damit klar, dass der Druck zu hoch sei.“ MANUEL BONKE

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