Sportvorstand Fredi Bobic vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt hält den Börsengang der SpVgg Unterhaching für ein gelungenes Projekt. Der aktuelle Tabellenführer der 3. Liga war in diesem Jahr als zweiter deutscher Verein nach Borussia Dortmund an die Börse gegangen.
„Es ist ein spannendes Thema, was Manni Schwabl da vorangetrieben hat“, sagte Bobic über Hachings Präsidenten. „Man sieht einen Plan. Es heißt nicht, in drei, vier Jahren sind wir wieder in der Bundesliga. Man will sich stabilisieren, man will auf die Jugend setzen. So ein Projekt ist möglich, wenn du deine Ziele realistisch formulierst“, sagte Bobic.
Auch Jan Schindelmeiser, früherer Geschäftsführer von Bundesligist 1899 Hoffenheim, begrüßt das Projekt. „Ich fand das auch sehr charmant und spannend, was Unterhaching da gemacht hat“, sagte der 55-Jährige. „Das Charmante daran ist, eine eigene Story zu schreiben. Es geht natürlich auch um das Thema Marke. Wie hebe ich mich ab von anderen, wie werde ich wahrgenommen. Das haben sie toll gemacht“, sagte Schindelmeiser.
Haching habe sich durch den Börsengang einen Wettbewerbsvorteil verschafft – „und jetzt geht es darum, die Mittel aus dem Börsengang gezielt und strategisch klug einzusetzen, dass sich ein Schwungrad in Bewegung setzt“, sagte Schindelmeiser. Dass der Aktienkurs derzeit über dem Eingangswert steht, liege auch daran, dass „Unterhaching ganz erfolgreich Fußball spielt“.