Petr Cech erlernt das Spiel, das er als Fan kennt

von Redaktion

Der ehemalige Fußballtorwart, der die Bayern (ent)nervte, startet Eishockey-Karriere

München – Ende August war er Stargast der UEFA bei der Gruppenauslosung der Champions League, er hat sie schließlich mit dem FC Chelsea mal gewonnen, 2012 gegen die Bayern. Regelmäßig sieht man Petr Cech im Stadion seines langjährigen Clubs, denn dem dient er nun in neuer Funktion als „Technical and performance advisor“, nachdem er als Spieler aufgehört hat. Cech war einer der bekanntesten Fußball-Torhüter. Wegen seiner Leistungen, seines griffigen Namens (Cech aus Tschechien) und weil er nach einem Unfall mit einem Helm spielte, der 80 Gramm schwer war.

Seit einiger Zeit zieht Petr Cech, 37, sich mehr Ausrüstung an als bisher. Er geht wieder ins Tor, aber in ein bedeutend kleineres. Er wird Eishockey-Goalie. Bei Guildford Phoenix steht er vor seinem Debüt. „Er arbeitet hart“, sagt Spielertrainer Andy Hemmings, 31. Die Eishockey-Spezifika muss Cech erst erlernen, den Sport kannte er nur als Fan. Tschechien ist ein Eishockeyland.

Guildford spielt in der National Ice Hockey League 2 in Großbritannien, das ist die vierthöchste Liga, also nicht professionell. 20 Clubs verteilen sich auf drei Divisionen, Topscorer der Liga ist nach vier Spieltagen mit der sagenhaften Bilanz von vier Toren und 15 Assists der slowakische Verteidiger (!) Boris Giba. Ausländer gibt es auf dieser Stufe nur wenige, Guildford beschäftigt einen Deutschen namens Bela Rohmer und einen Schweizer, die aber im Verein groß geworden sind.

Guildford Phoenix ist das Farmteam der Guildford Flames, die in der höchsten Klasse (Elite Ice Hockey League) spielen. Die Flames stehen zwei Plätze unter den Belfast Giants, die gerade in der Champions League Augsburg knapp unterlagen. Der Eishockey-Neuling Petr Cech könnte also aufsteigen. Theoretisch.  gük

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