Siegesstraßen-Spieler

von Redaktion

EHC baut seine Startbilanz aus und schaut Richtung Straubing

VON GÜNTER KLEIN

München – Don Jackson, der amerikanische Trainer des EHC München, hat irgendwo in seiner Kabine einen Sprachbaukasten versteckt. Dem entnimmt er dann immer Sätze, die zum vorangegangenen Spiel passen. Schlüsselphrasen sind: „Die Spieler (hier bitte die Namen einsetzen) haben uns auf die Siegesstraße gebracht“ oder „Wieder hat die Mannschaft einen Weg gefunden, zu gewinnen.“ Das war alles auch nach dem 5:2 (1:1, 2:1, 2:0) am Sonntagnachmittag vor 3650 Zuschauern gegen die Iserlohn Roosters anwendbar.

Der EHC überstand eine Anfangsphase, in der die Gäste ihn unter Druck setzten, und das Tor zum 2:2 nach 28 Minuten, das das Match offen wirken ließ. Danach fand nur noch München den Weg zum Tor, und die Siegesstraßen-Spieler hießen diesmal Maxi Daubner, John Peterka, Justin Schütz und Dennis Lobach. „Sie haben viel Tempo gemacht“, lobte Jackson, der nach dem elften Sieg im elften DEL-Spiel auch nicht mehr Neues zu sagen hatte als nach dem neunten im neunten und dem zehnten im zehnten. „Das Scoring funktioniert einfach, und Danny und Kevin halten phantastisch.“ Nach Danny Aus den Birken (3:2 am Freitag gegen Wolfsburg) war am Sonntag Kevin Reich an der Reihe.

Der zweite Torhüter beschrieb das spezielle Gefühl, das das Team durch diese Saison geleitet: „Schießt unsere erste Reihe kein Tor, dann eben die zweite. Und trifft die zweite nicht, dann eben die dritte.“ Erneut verteilten sich die Punkte für Treffer (Seidenberg, Abeltshauser, Daubner, Gogulla, Kastner) und Assists übers ganze Aufgebot.

Don Jackson räumt dann ein, „dass wir nicht immer gut gespielt haben – auch bei einigen Siegen“. Das sei für ihn als Trainer aber nützlich, da könne er den Spielern sagen: „Hey, es gibt immer noch Gebiete, auf denen wir uns verbessern können.“

Entlassen wurden die Münchner Zuschauer am Sonntag mit dem Hinweis, dass das nächste DEL-Spiel des EHC die Spitzenpartie sein wird. Am Donnerstag hat München in Straubing anzutreten, beim Tabellenzweiten. Gestern schlugen die Niederbayern Meister Mannheim 3:1.

Ist der EHC in Straubing im zwölften Saisonspiel fällig? Eine gewisse Gefahr für München liegt im Spielplan. Zwei Tage vor Straubing muss er im schwedischen Karlstad Champions League spielen. Don Jackson wird Aus den Birken, Boyle, Aulie, Hager, Bodnarchuk und Bourque nicht mitnehmen. Straubing ist wichtiger.

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