Verhängnisvolles Missgeschick

von Redaktion

Die Bayern-Frauen verlieren schon wieder – Torhüterin patzt

Sinsheim – Es lief die 22. Spielminute in Sinsheim, als Carina Schlüter ein verhängnisvolles Missgeschick unterlief. Die Torhüterin des FC Bayern, die am Samstag erneut den Vorzug vor Laura Benkarth bekommen hatte, verfehlte einen aufspringenden Rückpass von Ali Riley, der Ball trudelte ins Netz.

Das Eigentor blieb der einzige Treffer in dieser Partie, die Bayern-Frauen mussten mit dem 0:1 bei 1899 Hoffenheim bereits die zweite Niederlage in der noch jungen Bundesliga-Saison einstecken. Da der VfL Wolfsburg sich bisher keine Blöße gab, ist der Rückstand auf den großen Rivalen an der Tabellenspitze nun bereits auf sechs Punkte angewachsen. Auch Hoffenheim auf Rang zwei hat schon drei Zähler Vorsprung auf die Bayern, die SGS Essen und der FFC Frankfurt folgen punktgleich mit zwölf Punkten.

Zwar probierten die ohne ein halbes Dutzend verletzter oder erkrankter Spielerinnen angetretenen Bayern-Frauen nach dem Eigentor alles, um die Niederlage abzuwenden. Doch es zeigte sich erneut ein Problem, das der Mannschaft schon in der vergangenen Saison zu schaffen machte. „Wir müssen uns vorwerfen, die Tore nicht gemacht zu haben. Wir hatten genügend Chancen dazu. Daran müssen wir weiterhin hart arbeiten“, sagte Trainer Jens Scheuer. Pech hatten die Bayern-Frauen in der 52. Minute, als Lineth Beerensteyn von der starken Hoffenheimer Torhüterin Martina Tufekovic im Strafraum von den Beinen geholt wurde, der Elfmeterpfiff aber ausblieb. Der protestierende Trainer Scheuer bekam im Anschluss die Gelbe Karte gezeigt, was er wohl verschmerzen können wird. Schwerer wiegt dagegen der Fehlstart in die Wochen mit wichtigen Spielen. Bereits am heutigen Montag brechen die Bayern zu ihrer langen und beschwerlichen Reise nach Kasachstan auf, wo am Mittwoch das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen BIIK Kazygurt ansteht. Nach der Rückkehr geht es am Sonntag direkt mit dem schweren Heimspiel gegen Turbine Potsdam weiter, im November spielt die Mannschaft dann noch im DFB-Pokal und der Bundesliga gegen Wolfsburg. Wenn die Bayern-Frauen am Ende der Saison nicht mit leeren Händen dastehen wollen, darf in diesen Spielen nicht mehr allzu viel schief gehen.  cs

Artikel 1 von 11