In Bulgarien sind nach den Rassismus-Vorfällen beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Auswahl Englands vier bulgarische Fußballfans festgenommen worden. Die Männer werden verdächtigt, an den Entgleisungen im Stadion beteiligt gewesen zu sein. Das teilte die bulgarische Polizei zum Auftakt einer Aktion zur Feststellung der Verantwortlichen für die Rassismus-Vorfälle am Montagabend im Wassil-Lewski-Stadion in Sofia mit. Die Aktion sollte gestern weiter gehen. Bei der Partie in Sofia waren die englischen Nationalspieler Raheem Sterling und Tyrone Mings mit Affenlauten von der Tribüne attackiert worden. Zudem zeigten einige Zuschauer den Hitlergruß. Wegen der Ereignisse trat der Präsident des bulgarischen Fußballverbandes, Borisslaw Michailow, am Dienstag nach Aufforderung des bulgarischen Regierungschefs Boiko Borissow zurück. In der Verbandszentrale in Bojana bei Sofia begann kurz darauf eine polizeiliche Überprüfung wegen Korruptionsverdachts.
Das Gastspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft im Londoner Wembley-Stadion ist offiziell ausverkauft. Wie der englische Verband FA gestern mitteilte, wurde für das Länderspiel am 9. November (18.30 Uhr) das Maximum von 90 000 Tickets abgesetzt. Nie zuvor sahen mehr Besucher ein Heimspiel der Lionesses. Die bisherige Bestmarke des Gastgebers der Frauen-EM 2021 liegt bei 45 619 Zuschauern, die im November 2014 auch im Nationalstadion ein 0:3 gegen die DFB-Auswahl sahen. Den Weltrekord im Frauenbereich verfehlen die Engländerinnen allerdings. Der steht bei 90 185 Zuschauern im WM-Finale 1999 (USA vs. China) in Los Angeles.