Leon Dajaku machte bei der deutschen U-19-Nationalelf einfach dort weiter, wo er in der 3. Liga aufgehört hatte. Erst im Sommer hatte der FC Bayern den 18-Jährigen vom VfB Stuttgart abgeworben, 1,5 Millionen Euro war dem Rekordmeister der begehrte Offensivspieler wert. Nachdem Dajaku, der noch für die A-Junioren spielberechtigt ist, zunächst noch Anpassungsprobleme im Männerfußball offenbarte, platzte zuletzt der Knoten. Schon beim 2:0-Sieg über Braunschweig hatte er beide Treffer erzielt, in den drei Qualifikationsspielen der U-19 legte er nun drei Tore nach. Mit seinem Wechsel nach München „die richtige Entscheidung getroffen“ zu haben, betont Dajaku ohnehin. Drei Siege am Stück konnten die kleinen Bayern zuletzt bejubeln, vor dem Gastspiel am Sonntag (13 Uhr) beim FSV Zwickau rangierte die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß damit während der zweiwöchigen Länderspielpause auf Platz acht im komfortablen Tabellenmittelfeld. Neben Dajaku musste Hoeneß zuletzt noch auf acht weitere seiner Schützlinge verzichten, weil sie mit ihren Nationalteams unterwegs waren. „Das gehört als Trainer einer zweiten Mannschaft einfach dazu“, erklärt der 37-Jährige. Genauso wie das Warten auf Abstellungen der Profis. Ob ihm etwa Alphonso Davies am Sonntag zur Verfügung steht, wird Hoeneß erst am Samstagabend erfahren. Mit Dajaku aber kann er auf seinen derzeit formstärksten Akteur auf jeden Fall zurückgreifen. MATTHIAS HORNER