München – Der frühere russische Tennisspieler Alexander Wolkow ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Das teilte die Spielerorganisation ATP am Samstag mit. Zu den Todesumständen machte die ATP keine Angaben.
Wolkow stand 1993 im Halbfinale der US Open, mit dem russischen Davis-Cup-Team erreichte er 1994 das Endspiel. Später betreute er dann seinen Landsmann Marat Safin und führte ihn zu den Grand-Slam-Titeln bei den US Open in New York (im Jahr 2000) und bei den Australian Open in Melbourne (2005). Ihre Zusammenarbeit beendeten Wolkow und Safin 2007.
In seiner Profikarriere gewann Wolkow drei ATP-Turniere, und beinahe hätte er Michael Stichs Triumph in Wimbledon 1991 verhindert: Im Achtelfinale verlor er damals mit 5:7 im entscheidenden fünften Satz, Wolkow hatte bereits 5:3 geführt. Gegen Boris Becker war der Rechtshänder, der nach einer Schulterverletzung mit der linken Hand spielte, zumeist chancenlos, alle zehn Duelle mit dem Leimener verlor Wolkow.
„Mein Beileid und meine Gedanken/Gebete sind mit deiner Familie! Ich werde mich an unsere Schlachten auf dem Tennisplatz erinnern… R.I.P.“, twitterte Becker am Samstag.