Mantl hält den Punkt fest

von Redaktion

Nach dem Platzverweis gegen Müller wächst Hachings Jungkeeper über sich hinaus

KLAUS KIRSCHNER

Braunschweig – Die SpVgg Unterhaching bleibt auswärts ungeschlagen, büßte durch das 0:0 in Braunschweig allerdings die Tabellenführung ein. „Für uns ist Braunschweig kein gutes Pflaster, hier haben wir nie gewonnen und auch kein Tor geschossen, trotzdem nehmen wir den Punkt gerne mit“, sagte Trainer Claus Schromm, der erneut viele Spieler ersetzen musste und deshalb die Moral seines Teams lobte: „Wir mussten wegen des Platzverweises von Jim-Patrick Müller lange in Unterzahl spielen, die Mannschaft hat aber leidenschaftlich gekämpft.“

Das hatte auch Müller, solange er auf dem Feld stand. Früh scheiterte er einem Pfostenschuss, den Abpraller konnte Dominik Stroh-Engel nicht im Tor unterbringen (15.). Auf der Gegenseite traf der Braunschweiger Kobylanski ebenfalls Aluminium.

Gleich nach dem Wechsel besaßen Stroh-Engel und Markus Schwabl Riesenchancen zur Führung. Doch nach Gelb-Rot für Müller (54.) mussten die Hachinger ihre Taktik ändern. „Eine der beiden Gelben Karten ging nicht in Ordnung, da hätte der Schiedsrichter etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigen können“, sagte Schromm. In personeller Überzahl belagerten die Braunschweiger, angetrieben von 18 000 Zuschauern, den Hachinger Strafraum und scheiterten mehrmals an Gäste-Torhüter Nico Mantl, der mit tollen Paraden einen Rückstand verhinderte. Der frischgebackene U 20-Nationaltorhüter avancierte zum Matchwinner, blieb nach der gelungenen Abwehrschlacht aber bescheiden: „Es war nur wichtig, dass wir hier einen Punkt mitnehmen konnten.“

In der Nachspielzeit scheiterte Lukas Hufnagel bei einem Konter am Braunschweiger Torhüter Fejzic. Trotz der 40-minütigen Unterzahl war sogar der Lucky Punch möglich. „Wenn der Ball reingegangen wäre, dann hätten wir einen noch lustigeren Heimflug gehabt“, schmunzelte Schromm, der dann doch noch ein positives Fazit zog: „Wir haben zum fünften Mal in dieser Saison zu Null gespielt. Die Mannschaft hat einfach eine tolle Mentalität.“ KLAUS KIRSCHNER

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