Alpenvolleys fordern den Meister

von Redaktion

Spitzenspiel in Innsbruck – Berlin zeigt Respekt vor stark besetzten Hachingern

VON UMBERTO SAVIGNANO

Unterhaching/Innsbruck – Es ist ein Spitzenspiel, keine Frage: Die Alpenvolleys Haching, die heute (19 Uhr) den Deutschen Volleyball-Meister aus Berlin in Innsbrucks Olympiahalle empfangen, haben sich den Finaleinzug auf die Fahnen geschrieben. Und fordern damit auch grundsätzlich das Hauptstadt-Team heraus, dessen Manager Kaweh Niroomand die Titelverteidigung als klares Ziel ausgibt: „Wir haben den Kern der Meistermannschaft beisammengehalten und vielversprechende Spieler dazu geholt. Daher möchten wir das Geleistete bestätigen.“

Trotz dieser Konstellation: Absolute Spitzenleistungen sind von den Top-Teams wohl noch nicht zu erwarten. Die Vorbereitung lief auf beiden Seiten nicht optimal, weil viele Akteure sehr lange ihren Nationalmannschaftspflichten nachkommen mussten, zuletzt beim World Cup in Japan. So trafen auf Seiten der Berliner Diagonalspieler Benjamin Patch und Mittelblocker Jeffrey Jendryk (beide USA) sowie der wohl beste Zuspieler der Welt, der Russe Sergey Grankin, erst Ende der vergangenen Woche ein. Das Trio pausierte beim 3:0-Supercup-Erfolg über den VfB Friedrichshafen noch. Niroomand hätte die drei sogar „am liebsten für zwei Wochen nach Mallorca zur Regeneration geschickt“. Obwohl die Hauptstädter auf jeder Position in hoher Qualität doppelt besetzt sind, wie sie beim Supercup eindrucksvoll unter Beweis stellten, werden die drei in Innsbruck aber zumindest im Kader stehen.

Auch die Alpenvolleys haben ihre späten Rückkehrer: Die australischen Außenangreifer Jordan Richards und Max Staples landeten am Donnerstag in Tirol, zur Freude von Trainer Stefan Chrtiansky: „Ich habe jetzt mehr Möglichkeiten zu wechseln. Ob sie starten, entscheide ich erst am Spieltag. Man merkt schon, dass sie noch etwas müde sind, aber sie sind auf jeden Fall eine Option.“

Beim Kooperationsprojekt aus Innsbruck und Unterhaching fiebert man dem Hit entgegen: „Die Vorfreude ist bei der gesamten Mannschaft spürbar“, so Chrtiansky. Und der Titelverteidiger zeigt Respekt, nicht nur mit Blick auf das heutige Duell, sondern auch hinsichtlich des Kampfs um die Meisterschaft. „Die Alpenvolleys sind auf jeder Position richtig gut und tief besetzt. Damit zählt die Mannschaft definitiv zum Favoritenkreis“, sagt Berlins Kapitän Moritz Reichert.

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