München – Überwiegend sonniges Wetter mit Temperaturen bis 20 Grad versprechen die Prognosen für das Wochenende. Beste Voraussetzungen für den 3. Munich Super Cross also, der am Samstag und Sonntag im Münchner Olympiapark stattfindet. Ganz anders als im vergangenen Jahr, als Kälte und Regen dafür sorgten, dass sich das Rennen zu einer Schlammschlacht entwickelte. Schlamm und Dreck gehören zwar zum früher als Querfeldeinrennen bekannten Cyclo-Cross dazu, vor allem für die Hobbysportler dürften die Bedingungen diesmal aber deutlich angenehmer sein.
Einen „tollen, schönen Stadtkurs“, verspricht Robert Klimsa, der Vorsitzende des Münchner Radfahrer Clubs „Die Schwalben“ München. Schnell und auch technisch anspruchsvoll sei die 2,7 Kilometer lange Strecke rund um das Theatron mit insgesamt drei Laufpassagen. Die Schwalben rechnen mit etwa 800 Teilnehmern, der heutige Samstag steht dabei im Zeichen der Amateure. Zunächst findet der finale Lauf der Nachwuchs-Rennserie „Isar Cup“ statt, für das Rennen der Hobbysportler am Nachmittag hatten sich bis Mitte der Woche bereits 120 Fahrer angemeldet.
Hochklassig wird es dann am Sonntag, wenn die Lizenzfahrer in den verschiedenen Alters- und Leistungsklassen an den Start gehen. Die Cyclo-Cross-Bundesliga wird vertreten sein, ebenso die deutsche Meisterin Elisabeth Brandau, die österreichische Meisterin Nadja Heigl, die Schweizer Junioren-Nationalmannschaft sowie zahlreiche weitere Fahrer von internationalem Format aus Belgien, Frankreich, Italien und Tschechien. Mit dabei ist auch Paul Voß, Ex-Profi und Tour-de-France-Kommentator, der nicht nur am Samstag und Sonntag startet, sondern mit seinen Kollegen Andreas Stauff und Bastian Marks auch den in der Radsport-Szene sehr beliebten Podcast „Besenwagen“ vor Ort aufzeichnen wird.
Vom Radsport-Dachverband UCI wurde der Munich Super Cross in diesem Jahr zur Kategorie C1 aufgewertet. Darüber stehen nur noch Weltcuprennen, ein solches nach München zu holen, ist seit einigen Jahren das Ziel der Schwalben. In diesen Tagen stehen Gespräche mit der UCI, der Stadt München und den Vertretern des Olympiaparks an, ob ein Weltcup in München schon im Winter 2020/21 realisierbar wäre.
Ziel bleibt es auch, eine Europa- oder Weltmeisterschaft im Cyclo-Cross im Olympiapark auszutragen, wo bereits 1985 und 1997 die Querfeldein-WM stattfand. „Wir sind mitunter einer der attraktivsten Austragungsorte in Europa für so etwas, weil wir in der Stadt sind, beste Infrastrukturen haben und historisch für Sportveranstaltungen prädestiniert sind“, erklärt Klimsa. Am Wochenende wollen die Schwalben also wieder kräftig Werbung machen für die Sportart Cyclo-Cross und den Olympiapark als Austragungsort großer internationaler Rennen.
CHRISTIAN STÜWE