Der 1990er-Weltmeister Guido Buchwald hat nach seiner Ausbootung für die Präsidentenwahl des VfB Stuttgart scharfe Kritik geübt. Mindestens drei wichtige Mitglieder des Vereinsbeirates seien „in dieser Frage eindeutig befangen“ gewesen, teilte der 58-Jährige auf Facebook mit. Für ihn reihe sich das Vorgehen ein in den Umgang des Clubs mit Vereinsikonen wie Jürgen Klinsmann. „Man will beim VfB Stuttgart in der Vereinsführung keine Fachleute mit eigener Meinung“, schrieb Buchwald, „sondern man will Opportunisten und Ja-Sager, damit man – wie in den vergangenen Jahren – ungestört weiter den Club nach seinen Vorstellungen führen kann.“ Es werde keine Rücksicht auf „Ethik, Stil, Ehrlichkeit oder Moral“ oder die „Meinung der Mitglieder“ genommen. Die VfB-Satzung lässt für die Präsidentenwahl nur zwei Kandidaten zu, die vom Vereinsbeirat aufgestellt werden müssen. Diese Entscheidung soll am 7. November bekannt gegeben werden.
Der Berliner Schiedsrichter-Sprecher Ralf Kisting hat vor einer weiteren Eskalation der Gewalt auf den Fußballplätzen im Amateurbereich gewarnt und ein sofortiges Umdenken gefordert. „Es darf nicht den ersten toten Schiedsrichter in Deutschland geben“, bevor sich etwas ändere, sagte der Berliner Schiedsrichter-Sprecher Ralf Kisting dem Deutschlandfunk. Die Gewalt gegen die Referees sei im Fußball ein bundesweites Problem, betonte Kisting – im Saarland hatten Schiedsrichter im vergangenen Monat gestreikt. „Wir brauchen einen Neustart“, betonte Berlins Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses, Jörg Wehling, in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“. Der Berliner Verband hatte am Freitag nach der Streikankündigung alle Spiele ab einschließlich der Berlin-Liga abgesagt.
Der ehemalige Schalke-Trainer Domenico Tedesco hat mit Spartak Moskau den ersten Sieg gefeiert. Sein Team gewann das Moskauer Stadtderby beim Pokalsieger Lokomotive mit 2014er-Weltmeister Benedikt Höwedes 3:0 (0:0). Beim Gegner stand Tedescos ehemaliger Schützling Höwedes 90 Minuten auf dem Platz. Unter Tedesco verlor Höwedes die Schalker Kapitänsbinde und verließ letztlich seinen Herzensklub enttäuscht Richtung Ausland.