HEINRICH HEUTE
Nur fünf Punkte trennen in der Fußball-Bundesliga den Ersten vom Zehnten. Damit steigt die Chance, dass im Laufe der Saison irgendwann zwei Vereine gleichauf an der Spitze liegen. Oder, wie es unsere österreichischen Freunde mit unvergleichlicher Poesie ausdrücken: „Ex aequo.“
„Ex aequo“ war das eleganteste Wort (genau genommen sind es zwei) der ORF-Sportübertragungen der 70er Jahre. Am schönsten klang es, wenn Heinz Prüller bei Damen-Skirennen ins Plaudern geriet: „Brigitte Habersatter-Totschnig, deren Erbtante Ernestine in Altenmarkt im Pongau ein Haushaltswarengeschäft betreibt, bei der zweiten Zwischenzeit ex aequo mit Marie-Theres Nadig vorn.“ Wir träumen ja davon, dass 2020 zwei Klubs ex aequo Meister werden. Oder, noch schöneres Sport-Österreichisch: Wenn Bayern und Gladbach ex aequo bei 77 Punkten halten. Ach, sag’s noch mal, Heinz!