Ali Riley: Weltenbummlerin in Bayern-Abwehr

von Redaktion

München – Eigentlich hätte Ali Riley am Mittwochabend sogar zwei Gründe gehabt, ein Bier zu trinken. Zum einen gelang der Abwehrspielerin mit dem FC Bayern durch ein 2:0 gegen Kazygurt der Einzug ins Viertelfinale der Champions League, zum anderen feierte sie ihren 32. Geburtstag. Die Kapitänin der neuseeländischen Nationalmannschaft deutete aber nur auf ihr Elektrolytgetränk und stellte mit Verweis auf das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Sonntag (14 Uhr, Bayern-Campus) lachend klar: „Ich bin Profi.“

Riley, die in Los Angeles zur Welt kam, lacht gerne und oft. Und wenn es sich mit dem Fußball vereinbaren lässt, ist sie Partys auch nicht abgeneigt. Gleich drei Mal war sie auf dem Oktoberfest. „Das hat mich wirklich umgehauen, das war verrückt“, erzählte sie. Im Juli verpflichtete der FC Bayern Riley vom FC Chelsea, davor spielte sie sechs Jahre lang beim FC Rosengard in Schweden. Neben dem neuseeländischen und amerikanischen besitzt sie auch den schwedischen Pass.

Nun ist die Weltenbummlerin also in München gelandet und lernt fleißig deutsch. Aber auch auf dem Platz lernt sie noch dazu. „Ich bin sehr positiv, ich habe eine Menge Energie und liebe es zu rennen“, beschreibt sie ihre Spielweise. Das Spiel der Linksverteidigerin, die auch hinten rechts und im Mittelfeld zum Einsatz kommen kann, ist von Athletik und Physis geprägt. Dass beim FC Bayern sehr viel Wert auf Technik und Taktik gelegt wird, gefällt Riley. „Es ist sehr cool, dass ich mich mit 32 Jahren noch weiterentwickeln kann“, sagt sie.

Die ganze Mannschaft des FC Bayern steckt derzeit noch in einer Entwicklungsphase. Teilweise spielte sie schon sehr gut, aber in der Bundesliga gingen auch schon zwei Partien verloren. Nach der Länderspielpause stehen Mitte November nun zwei Duelle in Bundesliga und DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg an, die für den weiteren Saisonverlauf entscheidend sein könnten. „Das ist definitiv eine spannende Phase der Saison“, glaubt Ali Riley. Danach wird es dann vielleicht etwas ruhiger – und es ist auch mal wieder Zeit für ein Bier. Oder einen Glühwein.  cw

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