München – Dem Start von Wai Key Star im Großen Preis von Bayern am Sonntag auf der Galopprennbahn in Riem sieht Racing Manager Harald Schneider ziemlich entspannt entgegen: Im letzten Gruppe I-Rennen des Jahres in Deutschland hat der Hengst im Besitz von Hans Gerd Wernicke nicht viel zu verlieren.
Falls der Sechsjährige „seine Leistung aus dem Dallmayr-Preis wiederholen kann, sollte er eine gute Platzgeldchance“, also auf einen Platz unter den ersten drei haben, glaubt Schneider und erklärt damit in einem Atemzug die Gelassenheit im Team um Wernicke und Trainerin Sarah Steinberg. Als Wai Key Star im anderen Münchener Gruppe I-Rennen Ende Juli Platz zwei belegte und dabei unter anderem seinen eigentlich stärker eingeschätzten Stallgefährten Quest the Moon hinter sich ließ, stellte er endgültig seine große Klasse unter Beweis. Einziger Haken: Obwohl der Lokalmatador trotz der langen Saison mit sechs Starts „immer noch gut aussieht und sich wohlfühlt, hat er in den letzten Jahren nach September immer etwas an Form verloren“, erklärt der Racing Manager. Dementsprechend schonte das Team seinen Crack für das Rennen der höchsten internationalen Kategorie am Sonntag und ließ ihn seit Juli nur ein Gruppe III- sowie ein Listen- und ein kleineres Rennen im schweizerischen Dielsdorf bestreiten. So weit zur Lage im Stall Salzburg vor dem Heimspiel.
Und die Gegner? Die bezeichnet Schneider als ein „an Klasse doch recht übersichtliches Feld“. Und tatsächlich: Mit Accon aus dem Quartier von Trainer Markus Klug ist nur ein weiterer Starter im generellen Ranking unwesentlich höher eingestuft als Wai Key Star. Der Dreijährige war Dritter im Deutschen Derby im Juli in Hamburg und landete zuletzt in einem Gruppe III-Rennen in Dortmund auf Platz sieben.
Drei der zwölf Teilnehmer kommen aus dem Ausland: Zum einen der ungarische Gast Nancho, der allerdings sein erstes Gruppe-Rennen vor wenigen Tagen in Baden-Baden auf Anhieb gewann, zum anderen die von Ralph Beckett trainierten Antonia de Vega und Manuela de Vega aus England. Obwohl es sich um erst drei Jahre alte Pferde handelt, verfügen beide über mehrfache Gruppe I-Erfahrung.
Galopp: Tipps für Riem
Sonntag, 12.35 Uhr
I. Lascalo – Mare Australis – Furioso. II. Leonardi – Sharp Rock – Best Valentine. III. Suarez – Angry Bird – Eternal Summer. IV. Soul Train – Prince Percival – Stormy Night. V. Cabo Real – Action Please – Soho. VI. Wai Key Star – Amorella – Donjah. VII. Dioresse – Candy Crush – Lessing.