Als Seriensieger ins Leonhardi-Treiben

von Redaktion

Tölzer Löwen zeigen, was mit komplettem Kader in der DEL2 möglich ist – „Gehirnfurz“ kostet Punkt

Bad Tölz – Es läuft die dritte Serie in Folge: In die Saison sind die Tölzer Löwen mit sieben Spielen gestartet, in denen sie mindestens einen Punkt geholt haben. Dann folgten fünf Niederlagen am Stück. Mit dem 5:1-Heimsieg am Freitag und dem 4:3 n.V. bei den Ravensburg Towerstars bauten sie nun die Siegesserie auf fünf Spiele aus, kletterten auf Rang fünf der DEL 2 – und haben vor der Länderspielpause am Wochenende fünf Tage trainingsfrei. Einer Teilnahme am beliebten Leonhardi-Treiben, dem höchsten Tölzer Feiertag am Mittwoch, steht nichts im Wege.

In einen Rausch spielten sich die Löwen auch beim Meister – allerdings erst nach vielen Fehlpässen und 0:2-Rückstand. Das Spiel begonnen hatten sie ähnlich behäbig wie die Lausitzer Füchse in Tölz. Die schweren Beine der Gäste aus Weißwasser nutzten die Löwen mit starker Leistung zu einer bequemen 3:0-Führung zur ersten Pause. Der Auftritt war womöglich eine Demonstration dessen, was mit voller Mannschaftsstärke möglich ist: Erstmals in dieser Saison stand der komplette Kader zur Verfügung. Einen Durchhänger im zweiten Drittel, als Tölz etwas den Fuß vom Gas nahm, überstand das Team etwas glücklich und dank Keeper Sinisa Martinovic und holte einen klaren Sieg.

In Ravensburg brauchte es dazu Lubor Dibelka, der mit seinem Anschlusstreffer die Wende einleitete und in der Verlängerung für die Entscheidung sorgte. Und Löwen-Topscorer Marco Pfleger. Gegen Weißwasser stieg er nach einer Blessur in der Schlussphase vorsichtshalber aus, war aber in Ravensburg voll zur Stelle. In der dominanten Phase der Tölzer drehte Pfleger das Spiel mit seinem Doppelpack auf 3:2. „Alles hat sich geändert nach Dibelkas Überzahltreffer“, sagt Löwen-Trainer Kevin Gaudet. „Ab da waren wir klar die bessere Mannschaft.“

Auch die volle Punkteausbeute wäre drin gewesen. Doch den Sieg in regulärer Spielzeit durchkreuzte David Zucker mit seinem 3:3-Ausgleichstreffer. „Das war ein Gehirnfurz von uns“, nannte es Gaudet, der sich aber über den Sieg in der Verlängerung freute. „Ich bin sehr stolz über den fünften Sieg in Folge. Die Jungs geben nie auf, kämpfen wie die Löwen.“ Ob sie den Kampf nach der Pause fortsetzen, wird sich erweisen: Weiter geht’s am 15. November gegen Kaufbeuren. NICK SCHEDER

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