Beierlorzer vor dem Aus

von Redaktion

Kölns glücklosem Coach sitzen Labbadia und Schmidt im Nacken

Köln – Achim Beierlorzer war fest entschlossen, der Krise mit Entschlossenheit zu begegnen. Strammen Schrittes marschierte der Trainer des 1. FC Köln auf den Platz, schoss Selfies mit den Fans, bemühte sich, Optimismus zu versprühen. „Ich gehe schwer davon aus“, sagte er nach der Derby-Pleite in Düsseldorf, „dass ich die Mannschaft auch am Freitag gegen Hoffenheim betreue.“

Wie als Mahnung zogen in diesen Momenten allerdings dunkle Wolken auf, über dem Geißbockheim setzte kalter Novemberregen ein. Und hinter verschlossenen Türen diskutierte der Vorstand, ob der 51-Jährige noch eine Zukunft in Köln hat.

Zehn Spiele, sieben Niederlagen, Tabellenplatz 17 und das bittere Pokal-Aus bei Viertligist Saarbrücken. „Beierlorzer „vor dem Aus“, schrieben Stadt-Anzeiger und Express übereinstimmend – er sei beim FC „gescheitert“.

Der Trainer blieb derweil ganz er selbst. „Es gibt keine Alternative zum Optimismus“, diesen Leitspruch hat er seit seiner Ankunft in Köln häufig wiederholt. Und auch gestern reagierte er angesprochen auf seine Zukunft entsprechend gelassen.

„Sie sehen mich schmunzeln“, sagte der ehemalige Regensburger, „das ist die Frage, die kommen muss.“ Er habe sich „ganz normal“ mit Sportchef Armin Veh über das 0:2 in Düsseldorf ausgetauscht, „und ich kann nur für mich sprechen: Ich mache hier meine Arbeit.“

Das Problem dabei: Vehs Meinung wiegt nicht mehr allzu viel, seit feststeht, dass der Augsburger den FC spätestens im Sommer verlassen wird. Gut möglich also, dass sich der Vorstand um Präsident Werner Wolf direkt der Sache annimmt. Gehandelt werden Bruno Labbadia und Roger Schmidt, beide auch schon mal beim Rivalen Bayer Leverkusen in der Verantwortung. Als Sportchef ist Horst Heldt ein Thema. Der frühere Manager von Schalke und Hannover hatte schon mit dem FC verhandelt, ehe Veh den Job übernahm.  sid

Artikel 1 von 11