Schwimmen
In die „Hammer“-Affäre um eine möglicherweise zerstörte Dopingprobe des chinesischen Schwimmstars Sun Yang kommt in der kommenden Woche wieder Bewegung. Am 15. November beschäftigt sich der Internationale Sportgerichtshof CAS mit dem Einspruch der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, die öffentliche Anhörung findet im Schweizer Montreux statt. Das teilte der CAS gestern mit. Der Schwimm-Weltverband FINA hatte in dem spektakulären Fall auf eine Strafe gegen den dreimaligen Olympiasieger verzichtet. Sollte der CAS ihn nun doch noch für schuldig befinden, droht Sun das Aus für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Bei einem unangemeldeten Test im September 2018 in seinem Haus sollen bei Sun und seinen Gefolgsleute Zweifel an der Authentizität der Kontrolleure aufgekommen sein. Daraufhin soll ein Sicherheitsmann von Sun den Testbehälter mit einem Hammer zerstört haben. Die Kontrolleure, die im Auftrag des Anti-Doping-Dienstleisters IDTM getestet hatten, dokumentierten den Vorfall. Das hatte die „Sunday Times“ berichtet. Sun wies dies damals als „Fake News“ zurück, sein Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen die Zeitung an und die FINA sah nach einer Anhörung im Januar von einer Strafe ab. Schon in der Vergangenheit hatte sich der Weltverband im Umgang mit Sun milde gezeigt.
Billard
Bei den Einzelmeisterschaften der Bayerischen Billardjugend im Münchener Q-Billard waren die Buben und Mädchen vom BSV Dachau ausgesprochen erfolgreich. In annähernd allen Disziplinen sicherten sie sich eine Gold- oder Silbermedaille. Ausgespielt wurden im Pool 8-, 9-, 10-Ball und 14/1-endlos, im Snooker 6- und 15reds, im Karambol Dreiband und Freie Partie. Erstmals dabei war die Disziplin Novuss, bei der nicht mit Kugeln auf einem stoffbespannten Tisch, sondern mit Scheiben auf einem Holztisch gestoßen wird. Die längste Anreise der 59 Teilnehmer hatten die Spieler aus Schöllkrippen bei Aschaffenburg, jüngster Bube war Kürschner (9 Jahre alt) vom BSV Pool Brothers München, jüngstes Mädchen (8 Jahre alt) Hanni Azam (Novuss Erlangen).