München – Ein Platzverweis für den früheren Hamburger und Leverkusener Bundesliga-Profi Heung-Min Son hat im englischen Fußball die Debatte über den Videobeweis weiter angeheizt. Sons Verein Tottenham Hotspur kündigte nach dem 1:1 gegen den FC Everton Protest gegen die Rote Karte an, weil der Südkoreaner nach einem Zweikampf mit Andre Gomes offenkundig erst unter dem Eindruck der TV-Bilder von der schweren Verletzung des Portugiesen (Bruch des rechten Sprunggelenks) auf Anweisung des Videoschiedsrichters vom Platz gestellt worden war.
„Der VAR hat Sons Tackling und die Szene zu beurteilen und nicht das, was danach passierte“, begründete Spurs-Teammanager Mauricio Pochettino den Einspruch. Son war angesichts der schlimmen Verletzung von Gomes nach Spielschluss in Tränen aufgelöst. dpa