Sturm braucht Geld für den Prozess

von Redaktion

Ex-Boxstar vor Gericht – Kampf gegen Arthur Abraham?

Köln – Mit ernster Miene und schweigend verfolgte der frühere Box-Weltmeister Felix Sturm den Auftakt seines Prozesses am Kölner Landgericht wegen Steuerhinterziehung, Körperverletzung und Verstoß gegen das Anti-Doping-Gesetz. Einlassen wollte sich Sturm nicht, nach gut einer Stunde war der erste Verhandlungstag beendet. Die Hauptverhandlung ist auf 23 Tage angesetzt, ein Urteil soll spätestens am 27. Februar fallen. „Er ist sehr froh, dass es jetzt losgeht. Auf der anderen Seite ist er auch nervös, das ist eine ungewohnte Situation für ihn“, sagte Sturms Anwalt Nils Kröber.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Der 40-Jährige soll zwischen 2009 und 2017 insgesamt 5,8 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Dafür drohen bis zu zehn Jahren Haft. Heute will sich Sturm äußern. „Ich bin weiter der Ansicht, dass es sich hier um ein spezielles Verfahren handelt“, sagte Kröber.

Sturm war Anfang April auf der Fitness-Messe Fibo festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Sturm will wieder boxen – am liebsten gegen Ex-Champ Arthur Abraham. Er braucht Geld, um seinen Prozess zu finanzieren.  sid

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