Schock für Boris Becker: Insolvenz bis 2031 verlängert

von Redaktion

München – Als Tennisspieler war Boris Becker für seine langen Matches berühmt. Nun muss er seine Ausdauerfähigkeiten wieder unter Beweis stellen: Die Insolvenzauflagen gegen den sechsfachen Grand-Slam-Sieger sind bis zum Jahr 2031 verlängert worden.

Das teilten die englischen Behörden in einem Statement offiziell mit. Der pikante Grund für die Verlängerung: Becker habe nicht seine gesamten Vermögenswerte für das Verfahren offen gelegt.

Dazu ist der 51-Jährige jedoch verpflichtet, um möglichst viele seiner insgesamt 15 Gläubiger bedienen zu können. Wörtlich heißt es in der Nachricht aus London: Die Verlängerung sei beschlossen worden, damit Becker „seinen Gläubigern nicht weiter schaden“ könne. Meldepflichtige Vermögenswerte und Transaktionen habe er vor und nach der Insolvenz im Juni 2017 nicht angegeben.

Für Becker ist die Verlängerung eine herbe Niederlage. Der gebürtige Leimener hatte gehofft, dass die Insolvenz in diesem Jahr abgeschlossen wird und er danach wieder frei als Geschäftsmann agieren kann. So plant Becker zum Beispiel eine riesige Tennisakademie in der Nähe von Frankfurt. Durch den Beschluss aus London dürfte das Vorhaben jedoch auf dem Prüfstand stehen. Laut englischem Gesetz darf er sich nun in den nächsten 12 Jahren nicht mehr als 500 Pfund leihen, ohne den Kreditgeber über seine Insolvenz zu informieren, darf kein Unternehmen leiten und benötigt eine Erlaubnis der Behörden um eine führende Position in einer Firma auszuüben.

Ob Boris dieses Match wirklich noch drehen kann? DANIEL MÜKSCH

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