Zeitzeuge Mathias Hoffmann: Fast ein Zusammenstoß mit Ayrton Senna

von Redaktion

Mathias Hoffmann stieg 1979 als Schüler mit einer Simson S 50 in den Gelände- und Trialsport ein. Er gehörte dem MC Leipzig an, machte eine Lehre zum Kfz-Schlosser. In der Klasse bis 250 ccm nahm er 1981 an den Läufen zur DDR-Meisterschaft teil. Allerdings: Zu mehr als Vize-Bezirksmeisterschaften reichte es für ihn nicht. Trotzdem ließ ihn sein Sport nicht los. „Wir fuhren zu den Six Days 1982 in die Tschechoslowakei und 1987 nach Polen um unsere Vorbilder, die National- und Werksmannschaften anzufeuern.“ Unterwegs waren Hoffmann und Freunde auf ihren MZ-Enduros. „Die wollten Westdeutsche uns abkaufen.“ Nicht machbar aber – wegen des Zolls. Der hätte bei der Rückreise Fragen gestellt. Prägend für Hoffmann war eine Reise nach Ungarn zur Formel 1 am Hungaro-Ring. Er kaufte einem westdeutschen Journalisten die Akkreditierung ab, kam so ins Fahrerlager. Dort stand – offiziell zum Mitnehmen – synthetisches Hochleistungsmotorenöl. „Mit Fotoausrüstung und Kanistern bepackt stieß ich in der Box fast mir Ayrton Senna zusammen, das war peinlich“, erinnert er sich.

Mathias Hoffmann lässt den Motorsport der DDR auf seiner Internetseite www.motorostalgie.de weiterleben. Dort sind bereits etliche fotografische Schätze zu finden. „Es ist aber erst der Anfang“, sagt er.

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