Köllner fiebert dem Knallerstart entgegen

von Redaktion

Zwei Derbys zum Einstand – der Neulöwe findet’s gut: „Da gibt es keine Motivationsprobleme“

VON LUDWIG KRAMMER

München – Vorneweg Co-Trainer Günter Brandl, dann eine Reihe von Spielern – und fast am Ende der Karawane: der neue Coach. Begleitet von kräftigem Applaus und kernigen „Ois Guade!“-Wünschen aus gut 50 Fan-Kehlen hat Michael Köllner gestern Vormittag seine Arbeit als neuer Löwen-Trainer aufgenommen. 90 knackige Minuten auf Platz eins, Spiel auf engem Raum, viel lautstarkes Lob und am Ende eine ausführliche Nachbesprechung – das war Köllners Einstand im Zeitraffer. Hinterher nahm sich der 49-Jährige Zeit für eine Medienrunde.

Köllner über . . .

. . . seinen ersten Eindruck vom Team: „Die Mannschaft ist intakt, hat fußballerisches Potenzial und genügend Führungsspieler, die die Sozialstruktur erhalten. So habe ich mir das erwartet. Ich will eine Mannschaft, die offen ist und Verantwortung übernimmt.“

. . . sein angestrebtes System: „4-3-3 oder 4-4-2 mit Raute, das spielt nicht die entscheidende Rolle. Wichtiger sind die Grundtugenden: Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Moral. Für mich geht es darum, die Mannschaft in dieser Woche so intensiv wie möglich bei mir zu haben. Am Mittwoch und Donnerstag trainieren wir zweimal, am Freitag einmal. Ein geplantes Testspiel (gegen Fürth) haben wir abgesagt. Das würde jetzt nicht in den Plan passen.“

. . . die optimale Kadergröße: „Wenn alle fit sind, ist der Kader größer als ich ihn brauche. Zwei Spieler weniger wären ideal. Perspektivisch ist angedacht, Raum für junge Spieler zu öffnen. In Nürnberg habe ich vereinzelt auch U 17-Spieler mittrainieren lassen.“

. . . eine mögliche Verpflichtung von Maxi Oesterhelweg: „Ich habe mir bei einigen seiner ehemaligen Trainer Informationen eingeholt. Wir werden diese Woche noch eine Entscheidung treffen.“

. . . seinen Trainerstab: Jeder ist wichtig. Ich bevorzuge es, in Gruppen zu trainieren, damit ich die Spieler effektiver packen kann. Da wird jeder Co-Trainer gebraucht.“

. . . die Wichtigkeit eines Wintertrainingslagers: „Wenn wir etwas haben wollen, müssen wir unseren Arsch bewegen. Wenn wir Leute brauchen, die den Verein unterstützen, müssen sie merken: Es ist richtig, hier Geld reinzustecken, hier ist eine sympathische Mannschaft.“ .“

. . . sein Startprogramm mit den zwei Lokalderbys gegen Bayern II und Haching: „Ingolstadt kommt im vierten Spiel auch noch dazu.! Ich find’s super, da gibt es keine Motivationsprobleme, die Stadien werden voll sein und niemand muss sich groß Gedanken über die Anreise machen. Klar steht mehr auf dem Spiel als gegen andere Gegner, aber ich mag das. Ich erinnere mit sehr gerne daran, wie wir 2017 nach 30 Jahren mit dem Club wieder im Fürther Ronhof gewonnen haben.“

. . . Möglichkeit, dass Bayern II gegen 1860 auf einige Profispieler zurückgreifen wird: „Umso besser! Das hat meistens keinen Taug gehabt.“

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