Zum 15. Mal vergab der DFB in Erinnerung an den 1943 im KZ Auschwitz ermordeten ehemaligen deutschen Nationalspieler den nach ihm benannten Julius Hirsch Preis. Gewinner waren Projekte aus Osnabrück, Stuttgart und Mainz – doch „Headliner“, wie man auf einem Musikfestival sagen würde, waren „Die Toten Hosen“. Sie sind bekanntermaßen fußballaffin und haben sich seit ihrer Gründung 1982 immer wieder gegen Rechts engagiert. Als Laudator geladen war Musiker und Schriftsteller Thees Uhlmann (2..v.r.). „Liebe Toten Hosen. Jetzt bekommt ihr schon einen Preis vom DFB. Das ist definitiv kein Punk mehr.“ Leadsänger Campino (3. v.r.) und Kollegen bogen sich vor Lachen ob der Anspielung darauf, dass die Hosen eine Hitband („Tage wie diese“) geworden sind. Brav saßen und standen sie neben DFB-Präsident Fritz Keller. Uhlmann meinte dann aber, diesen Ehrenpreis zu bekommen, „das ist Punk“. Campino: „Einer der schönsten Abende der letzten Zeit.“ gük/Foto: reuters