Sie haben kurz nacheinander ihre Trainer gefeuert – und gestern fast im Gleichschritt Nachfolger präsentiert. Der 1. FC Köln vertraut künftig auf den früheren HSV-Coach Markus Gisdol (Vertrag bis 2021), Mainz 05 auf Achim Beierlorzer, der beim rheinischen Rivalen wegen Erfolglosigkeit gehen musste. Als neuen Manager holte der FC Horst Heldt an Bord, der in die Fußstapfen von Armin Veh tritt und ebenfalls einen Vertrag bis 2021 erhält. Gisdol und Heldt sollen heute offiziell vorgestellt werden. In Mainz wurde die Entscheidung wenige Stunden vorher öffentlich gemacht. „Sicherlich ist dies eine kuriose Situation. Vor einer Woche war ich noch Trainer in Köln, nun werde ich in Mainz als Chefcoach vorgestellt“, räumte Beierlorzer bei seiner Vorstellung ein. Tatsächlich war der gebürtige Franke Beierlorzer, der bei den Rheinhessen einen Vertrag bis 2022 unterschrieben hat, im Grunde nie weg gewesen. Durch die Länderspielpause verpasste der 51-Jährige kein Spiel. Zudem ist sein letzter Gegner mit dem FC sein erster mit dem FSV – am Sonntag muss Mainz in Hoffenheim antreten. „In diesem Geschäft kann es manchmal schnell gehen, besonders wenn es einfach passt“, äußerte der Nachfolger des am 10. November entlassenen Sandro Schwarz. Der Auftrag für Beierlorzer ist klar: Er soll den Drittletzten aus dem Tabellenkeller führen. Und nichts anderes wird von Gisdol in Köln erwartet. „Markus stand von Anfang an auf meiner Liste der Trainer, denen ich absolut zutraue, unsere Mannschaft zu stabilisieren und mit ihr die nötigen Siege zu holen“, sagte Frank Aehlig, Leiter der Kölner Proifabteilung und seit Vehs Abschied Übergangs-Sportchef.
Eintracht Braunschweig hat nur einen Tag nach der Trennung von Christian Flüthmann einen neuen Cheftrainer verpflichtet. Marco Antwerpen soll den Meister von 1967 zurück in die 2. Liga führen. Der ehemalige Coach von Preußen Münster unterschrieb beim niedersächsischen Drittligisten bis Saisonende. „Er kennt sich in der 3. Liga bestens aus“, lobte Eintrachts Sportdirektor Peter Vollmann den neuen Hoffnungsträger. Braunschweig belegt nach 15 Spieltagen Platz fünf mit drei Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Nach einem starken Saisonstart holte die Eintracht zuletzt nur einen Sieg aus acht Spielen.
Hannes Wolf, 38, soll laut Medien neuer Trainer des belgischen Meisters KRC Genk werden. Der ehemalige Trainer der Zweitligisten VfB und HSV wird offenbar Nachfolger des entlassenen Felice Mazzu. Mazzu war in Genk erst vor der Saison verpflichtet worden. In der Liga hatte der aktuelle Tabellenneunte zuletzt 0:2 gegen Gent verloren. In der Champions-League-Gruppe E ist der KRC mit nur einem Punkt aus vier Spielen Letzter. Gegner in der Gruppenphase sind Titelverteidiger FC Liverpool, SSC Neapel und Red Bull Salzburg.