München – Simone Laudehr war mächtig angefressen nach der knappen Niederlage der Frauen des FC Bayern im DFB-Pokal am letzten Samstag. „Wir sind schon heiß auf das nächste Spiel“, sagte die Mittelfeldspielerin: „Wir werden uns anschauen, was noch besser werden muss. Sowohl defensiv wie offensiv. Dann fahren wir mit Selbstbewusstsein nach Wolfsburg und versuchen zu gewinnen.“
Im Pokal begegneten die Bayern-Frauen dem VfL auf Augenhöhe, individuelle Fehler und fehlendes Glück führten aber zum Aus. „Wir haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte Trainer Jens Scheuer.
Am Samstag soll nun der nächste Schritt gemacht werden. In der Bundesliga bietet sich beim VfL Wolfsburg (13 Uhr) die Chance zur direkten Revanche. Völlig ohne Druck können die Bayern-Frauen aber nicht aufspielen. Nach der Pokal-Niederlage ist der erste Titel bereits dahin, sollten die Münchnerinnen auch in Wolfsburg verlieren, würde der Abstand auf den VfL an der Tabellenspitze schon auf neun Zähler anwachsen. Dass die noch verlustpunktfreien Wölfinnen so einen Vorsprung verspielen, scheint unwahrscheinlich.
Vielleicht noch schwerer wiegt, dass im Falle einer Bayern-Niederlage in Wolfsburg auch das Überraschungsteam Hoffenheim auf sechs Punkte davonziehen könnte. Die TSG, die bisher nur in Wolfsburg verlor und auch die Bayern besiegte, liegt auf Platz zwei, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Die Bayern-Frauen dürften also genau hinschauen, wenn Hoffenheim heute in Frankfurt vorlegt. cs