Ja, auch das geht, findet Trauerbegleiterin Carmen Mayer. Sie lacht, als man ihr erzählt, wie Franz Beckenbauer in seiner Zeit als Präsident des FC Bayern München das Totengedenken auf den Jahreshauptversammlungen launig gestaltete. Bei den Bayern richtet sich die Mitgliedsnummer nach der Zugehörigkeit zum Verein, je niedriger die Nummer, desto länger ist ihr Träger dabei und folglich schon in hohem Alter. Wenn einer aus den ersten Zehn verstarb, pflegte Beckenbauer zu sagen: „Mei, mit der Nummer ist es halt schon gefährlich.“ Dann aber wurden andächtig die Köpfe gesenkt.
Es gibt auch einen Trauerfußballwitz – natürlich in verschiedenen Varianten, die Vereinsnamen sind austauschbar.
Der im Sterben liegende Fan von Borussia Dortmund bittet seine Angehörigen ein letztes Mal an sein Bett. Um ihnen zu gestehen: „Ich bin beim BVB ausgetreten und Schalke-Mitglied geworden.“ – Entsetzte Frage der Kinder und Enkel: „Aber warum denn?“ – Antwort: „Ich habe mir gedacht: Damit es einen von denen erwischt.“ gük