Düsseldorf – Da ist sie, die von sämtlichen Bundesligisten und halb Europa ersehnte Torkrise des Robert Lewandowski. Der Pole hat beim 4:0 gegen die Düsseldorfer Fortuna tatsächlich nicht getroffen – zum ersten Mal nach elf Spieltagen. Damit endet die Rekordserie des bayerischen Torgaranten in der Liga, der in der Merkur Spiel-Arena dafür in anderer, ungewohnter Rolle glänzte: als Vorlagengeber.
„Immerhin ein Assist, das ist auch wichtig“, scherzte ein gut aufgelegter Lewandowski über seinen Assist zum 4:0 durch Philippe Coutinho. Zu seiner neuen Torflaute fügte er mit einem Grinsen an: „Manchmal muss man sich eben auch ein bisschen bremsen, damit man beim nächsten Spiel wieder Gas geben kann.“
Das Lächeln scheint auch Thomas Müller wiedergefunden zu haben. Nach teilweise schwierigen Zeiten unter Niko Kovac genießt er das uneingeschränkte Vertrauen von Hansi Flick – und zahlt das mit konstant starken Leistungen auf seiner Lieblingsposition hinter Lewandowski zurück. Der Ur-Bayer war an allen Toren seiner Mannschaft gegen Düsseldorf beteiligt und findet langsam aber sicher wieder zu alter Stärke. Lediglich Thiago scheint (noch) keine Option für den Trainer zu sein. Der Spanier saß in Düsseldorf zum dritten Mal in Folge nur auf der Bank.
Von dort aus beobachtete er, wie Lewandowski genau das nicht gelang, was er sich eigentlich vorgenommen hatte. Denn dass er ausgerechnet in Düsseldorf nicht traf, hatte einen kleinen faden Beigeschmack. Gegen jeden anderen Bundesliga-Gegner war Lewandowski bereits erfolgreich, nur gegen die Rheinländer hat er noch kein Tor geschossen. Dabei blieb es. Der nächste Versuch folgt am 11. April in München.
„Irgendwann musste es ja mal passieren“, sagte Lewandowski. Immerhin die Fragen nach dem Ende der Serie sind ab sofort überflüssig. An seiner bestechenden Form zweifelt freilich auch nach einer Partie ohne Torerfolg niemand. Man kann es auch so sehen: Bei den Bayern läuft es wieder, da kommt es nicht mehr ausschließlich auf Einzelaktionen von Lewandowski an – wie in den Wochen zuvor. lop, hlr