München – „Man schwebt daher. Das Münchner Publikum geht ab wie verrückt“. So beschrieb Christoph Koschel nach seiner Kür am Samstag die wohlige Atmosphäre der Olympiahalle während der Munich Indoors. Und auch der Sieger des krönenden Abschlusses am Sonntag, der Große Preis der Deutschen Kreditbank, schien zu schweben. Guido Klatte triumphierte – in der mit 100 000 Euro dotierten – internationalen Springprüfung im Stechen vor Max Kühner und Kathrin Müller. „Ich habe nie im Leben damit gerechnet, heute vorne zu stehen. Es ist sehr emotional“, sagte Klatte mit Tränen in den Augen.
Zudem wurde der neue König der Kür ermittelt: Am Samstagabend krönte Matthias Bouten seine überzeugende Leistung und ließ die Konkurrenz bei der Meggle Grand Prix Kür hinter sich. Zusammen mit seinem Pferde Meggle’s Boston erreichte der Wahl-Bayer überragende 78,9 Prozent. Zum Zweitplatzierten Christoph Koschel (75,49 Prozent) klaffte eine deutliche Lücke. „Mein Pferd war anfangs noch etwas aufgeregt. Ich bin aber sehr zufrieden – das beste Ergebnis, das wir international je erreicht haben“, freute sich der Sieger der Kür, der zurzeit rund zehn Pferde in seiner Obhut hat.
Viel Arbeit, die sich für Bouten mit dem Doppelsieg (Grand Prix de Dressage und Grand Prix Kür) ausgezahlt hat. Lisa Müller belegte bei der Kür, der Kombination aus Vertonung, Choreographie und Reiter-Pferd Interaktion, einen starken dritten Platz. Einen weiteren Wettkampf der Extraklasse bekamen die 8000 (insgesamt rund 30 000) Zuschauer des Vier-Sterne-Turniers am Samstag beim Championat der Deutsche Vermögensberatung (55 000 Euro Preisgeld) geboten.
Tobias Meyer gewann den Wettkampf mit seiner Stute Queentina souverän mit über eineinhalb Sekunden Vorsprung auf den Zweiten Mario Stevens. Turnierchef Volker Wulff zog ein positives Fazit: „Unser verändertes Konzept ist aufgegangen. Viele Leute haben mir gesagt, dass sie einen Turniertag, wie den Samstag, schon lange nicht mehr erlebt. Unser Ziel für die Zukunft bleibt der fünfte Stern.“ nms