Lima – Es war schon tief in der Nacht zum Sonntag, als der FC Bayern Rafinha via Twitter gratulierte. „Glückwunsch, R13 und Flamengo“, stand über dem Jubelfoto Rafinhas, der mit der 13 auf dem Trikot acht Jahre lang die rechte Seite der Bayern beackert hatte. Der 34-Jährige hatte gerade mit CR Flamengo im Finale der Copa Libertadores Titelverteidiger River Plate aus Buenos Aires mit 2:1 (0:1) vom Thron gestoßen und sich zum neuen Fußballkönig Südamerikas gekrönt.
„Der Pokal wird seinen Platz auf meinem Arm bekommen“, versprach der Tattoo-Fan. Nach 18 Titeln mit dem FC Bayern ist der Rechtsverteidiger unter anderem nach Ronaldinho und Neymar nun der siebte Brasilianer, der die jeweils höchsten Klub-Wettbewerbe auf beiden Kontinenten gewann. Nur 23 Stunden nach dem Triumph im Libertadores-Cup darf sich der Traditionsverein aus Rio de Janeiro auch vorzeitig brasilianischer Meister nennen. Da Verfolger SE Palmeiras am Sonntag sein Heimspiel gegen Gremio Porto Alegre 1:2 (0:0) verlor, liegt die Konkurrenz bei noch vier ausstehenden Spieltagen uneinholbare 13 Punkte zurück. sid