Leverkusen siegt im Eisschrank

von Redaktion

Sven Bender besiegelt mit Traumtor den 2:0-Sieg bei Lokomotive Moskau

Moskau – Im russischen Eisschrank wurde Peter Bosz ganz warm ums Herz. Das Überwintern im internationalen Geschäft zauberte dem Trainer von Bayer Leverkusen ein Lächeln ins Gesicht. 2:0 (1:0) bei Lokomotive Moskau, den direkten Vergleich gedreht, den Einzug in die Europa-League-Zwischenrunde in der Tasche – der harte Kampf der Werkself bei acht Grad minus hatte sich gelohnt. „Der Sieg tut gut – und war wichtig. Super, dass wir den direkten Vergleich gewonnen haben“, sagte Sportdirektor Simon Rolfes.

Durch den zweiten Sieg am fünften Champions-League-Spieltag ist Bayer in der Gruppe D nicht mehr vom dritten Platz zu verdrängen. „Super, dass wir im Europacup überwintern. Das war unser Minimalziel. Wir haben ein überragendes Spiel gemacht“, sagte Torhüter Lukas Hradecky.

Im 100. Champions-League-Spiel Bayers sorgte ein Eigentor von Moskaus Rifat Schemaletdinow (11.) für die Führung – drei von fünf Leverkusener Toren in der laufenden Saison wurden damit vom Gegner erzielt. Sven Bender (54.) markierte mit einem herrlichen Volleyschuss das wichtige 2:0 für höchst engagierte Gäste. „Ja, der Ball hing da so in der Luft – da hab ich ihn halt reingeschossen“, sagte der 30-Jährige.

Bayer musste in Moskau auf die Nationalspieler Kai Havertz (Muskelverletzung) und Nadiem Amiri (Rotsperre) sowie Mitchell Weiser (Bänderriss) verzichten, stattdessen stand der Jamaikaner Leon Bailey erstmals seit Mitte September wieder in der Startelf. Die Bayer-Führung nach einer Ecke fiel reichlich überraschend nach einem grotesken Missverständnis der Lok-Verteidiger. Die Gäste hatten das Spiel danach weitgehend im Griff. Leverkusens Kevin Volland vergab kurz vor der Pause die Riesenchance zum 2:0 (45.+2). In der zweiten Hälfte bauten die Russen zusehends ab, während Sven Bender auf Vorarbeit von Charles Aranguiz den Erfolg besiegelte.  sid

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