München – Auf dem Weg nach Östersund machte Simon Schempp auf dem Flughafen noch einen kurzen Abstecher in den Fanshop des FC Bayern. Er hoffe, schrieb er daraufhin bei Instagram mit einem Augenzwinkern, „dass ich in den nächsten Wochen, die gleiche Performance wie der FC Bayern zeigen kann“.
Schempp, 31, kämpft nach monatelanger Pause wegen gesundheitlicher Probleme beim Weltcup-Auftakt der Biathleten in Schweden erst einmal wieder um den Anschluss. Für ihn gehe es in erster Linie darum, „ein gutes Skigefühl zu entwickeln“, sagte Schempp vor seiner Rückkehr mit einem Einsatz in der Mixed-Staffel für den erkrankten Arnd Peiffer am Samstag und dem Start im Sprint am Sonntag. Die Platzierungen sind zum Start in die WM-Saison zunächst zweitrangig. Zu lange war der Massenstart-Weltmeister von 2017 ausgefallen, nachdem er im Februar erschöpft die Reißleine gezogen hatte.
Nun blickt der Biathlet aus Uhingen wieder optimistisch(er) nach vorne. Bereits im Sommer hatte Schempp auf Skirollern als deutscher Meister im Sprint, in der Verfolgung und im Massenstart angedeutet, dass wieder mit ihm zu rechnen ist. Der Ehrgeiz von Schempp ist groß. „Wenn man weiß, wo man war, dann will man wieder da hin“, sagte er. Er sei „gierig“ und sehne sich „nach den besten Zeiten. Es macht wahnsinnig Spaß, vorne mitzurennen.“
Am 19. Februar hatte sich Schempp in Hochfilzen zum Massenstart-Weltmeister gekrönt. 2018 kam dann noch Silber bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang dazu, ehe es steil bergab ging. Etwa im Juli habe er „den Schalter umgelegt, da kam das alte Gefühl zurück“.
Dieses soll ihn wieder nach oben bringen, möglichst mit Happyend bei der WM im Februar in Antholz. „Das ist für mich ein Riesen-Highlight. Die WM besitzt einen sehr hohen Stellenwert“, sagte Schempp. Zunächst aber hoffe er „auf eine konstante Saison mit guten Ergebnissen –dann sind die Chancen auch bei der WM größer.“ dpa