München – Großer Spaß für Coutinho, Goretzka, Müller, Coman & Co. – für die Bayern-Stars stand gestern der alljährliche vorweihnachtliche Besuch bei den Fanklubs an. Dabei legten Spieler und Verantwortliche teils weite Wege zurück. Karl-Heinz Rummenigge verschlug es ins österreichische Antiesenhofen, Fiete Arp und Lukas Mai sogar bis nach Südtirol. Philippe Coutinho durfte sich beim Fanclub „Kasing“ in Kösching nahe Eichstätt zuerst am Tischkicker und anschließend am Nageln versuchen. Leon Goretzka (rechts) traf beim Fanchlub „Holzland“ in Steinkirchen auf den Nikolaus und sich danach beim Darts versuchen.
Der Verletze Niklas Süle war beim Fanclub Rollwagerl 93 – ohne Krücken. Die hat der Abwehrspieler vor vier Tagen abgelegt und strahlt daher über das ganze Gesicht, als er von den Rollwagerl-Mitgliedern auf das malade linke Knie angesprochen wird. „Es geht ihm gut, ich bin dem Heilungsverlauf sogar ein kleines Stück voraus“, sagt der 24-Jährige und fügt entschlossen an: „Die EM ist ganz klar das Ziel und ich gehe davon aus, dass ich es schaffen kann und werde.“ Wer Süle gestern zuhörte, dem stellte sich nur die Frage, wie er es nicht schaffen soll. Für die Fotowünsche stand der Nationalverteidiger immer wieder auf, auch das Interview mit den Pressevertretern hält er im Stehen. Das Knie hält, es zwickt nicht – und das soll jeder sehen.
„Dass ich vor dem Plan liege, ist Wahnsinn“, jubelt Süle. „Die OP war keine einfache, aber vonseiten der Ärzte ist es wirklich gut gelaufen.“ Sorgte das Wort „EM“ vor ein paar Wochen noch für Sorgenfalten, so löst es jetzt Kampfgeist aus. Ob eine rechtzeitige Heilung machbar sei? Süle: „Hundert Prozent!“ lop