Klinsmanns Pose – aber nur mit offizieller Werbung

von Redaktion

Wir hätten natürlich ein anderes Foto auswählen können. Ein originelleres. Denn Jürgen Klinsmann lieferte bei seinem Bundesliga-Comeback ein außergewöhnliches Motiv: Als sich die Fotografen im Berliner Olympiastadion um ihn scharten, um ihn zu knipsen, fotografierte er zurück. Zückte das Smartphone und drehte einen Film von dem ganzen Trubel und vom vollen Olympiastadion. Das darf er natürlich, das ist witzig. Weniger witzig indes dürfte Hertha BSC, das ihn stattlich entlohnt (zu lesen war von über 16 000 Euro Tagesgage), empfunden haben, dass Klinsmanns Telefon in einer Hülle steckte, die für den Ausrüster wirbt, der mit dem der Hertha in erbittertem Streit um die Weltherrschaft auf dem Sportartikelmarkt steht. Man durfte sich jedenfalls daran erinnert fühlen, wie im Sommer 2013 Mario Götze bei seiner Präsentation beim FC Bayern im T-Shirt der anderen Firma dastand. Swoosh statt drei Streifen – bei Klinsmann war es umgekehrt.

Um seiner dreisten privaten Werbebotschaft keine Plattform zu geben, zeigen wir daher ein Bild vom Samstag, auf dem er nichts Verbotenes an sich hat und den richtigen Anorak trägt. Wichtiger ist ja eigentlich auch seine Pose: Die des schon etwas entzauberten Heilsbringers. Er steht mit leeren Händen da. gük/ foto: Epa

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