Kurz geschwächelt, dann groß aufgedreht

von Redaktion

BASKETBALL FC Bayern – Crailsheim 82:63

München – Die Basketballer des FC Bayern haben die Bundesliga weiter eisern im Griff. Gegen die Merlins Crailsheim konnten sie sich sogar eine kurze Schwächephase leisten, ohne letztlich in Gefahr zu geraten. 82:63 (45:35) stand es am Ende, der Tabellenführer (20:0 Punkte) bleibt damit ungeschlagen.

Dass die Crailsheimer durchaus widerborstig auftreten können, hatten sie mit ihrem furiosen Saisonstart (fünf Siege in Serie) demonstriert. Nach München kamen die Schwaben als Tabellenfünfter und mit der Referenz des besten Punkteschnitts (95) der Liga. Das ist umso bemerkenswerter, als die Merlins in der letzten Saison fast abgestiegen wären. Doch der finnische Coach Tuomas Iisalo (37) nahm im Sommer eine gründliche Renovierung des Kaders vor. Und das mit erstaunlichem Erfolg.

Im Audi Dome ließen die Gäste zunächst nur gelegentlich ihr Können aufblitzen. Das lag zum einen am energischen Teamwork der Bayern. Zum anderen agierten die Merlins zeitweise derart eigensinnig, dass Trainer Iisalo beim Stand von 38:51 eine Auszeit zu einer Wutrede nutzte und den Seinen – unter schonungslosem Gebrauch englischer Kraftausdrücke – klarmachte, wie unzufrieden er ist. Die Standpauke erzielte prompte Wirkung. Crailsheim kam bis auf 56:57 heran, es herrschte kurz Alarmstufe rot bei den Bayern.

Doch als es brenzlig wurde, zeigten sich die Münchner wieder von ihrer besten Seite. Es dauerte nur wenige Minuten, bis gegen die aufmüpfigen Crailsheimer wieder klare Verhältnisse hergestellt waren. DeMarcus Nelson (13 Punkte) knüpfte dabei an seinen zuletzt gezeigten Aufwärtstrend an. Nur Greg Monroe (14 Zähler) traf besser. Am Ende stand ein standesgemäßes 82:63 auf der Anzeigentafel. ROMAN LÖW

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