Lehrstunde in Sachen Kaltschnäuzigkeit

von Redaktion

DEL2: Tölzer Löwen erleben überraschend ein Null-Punkte-Wochenende – Missglückende erste Drittel

Bad Tölz – Bei den Tölzer Löwen geht heuer nur ganz oder gar nicht: Nicht nur ist die bemerkenswerte Siegesserie jetzt gerissen, ondern nach zehn Siegen in Folge schloss sich auch ein ernüchterndes Null-Punkte-Wochenende an.

Sowohl bei der 3:4-Niederlage am Sonntag in Landshut als auch schon bei der 0:5-Heimpleite gegen Bietigheim am Freitag waren sie zu Spielbeginn nicht bereit, lagen durch verpatzte erste Drittel zurück. Während nach dem 0:4 nach 20 Minuten gegen die Steelers an eine Aufholjagd nicht zu denken war, gab es bei Aufsteiger Landshut durchaus noch einmal Grund zur Hoffnung, nachdem Tölz auf 2:2 ausgeglichen hatte und am Drücker war. „Doch anstatt hinten solide abzusichern, haben wir im letzten Drittel drei Alleingänge hergeschenkt“, monierte Löwen-Trainer Kevin Gaudet. „Den Sieg haben wir nicht verdient.“ Landshut erhöhte auf 4:2, mehr als Lubor Dibelkas Anschlusstreffer war für Tölz nicht drin.

„Ich habe eine sehr konzentrierte und strukturierte Leistung meines Teams gesehen, wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, freut sich EVL-Coach Axel Kammerer, der die Tölzer 2017 zum Aufstieg geführt hatte. „Wir waren nicht bereit für den Druck der Landshuter“, gab Gaudet zu.

Das war bereits gegen Bietigheim so, oder, wie es der Löwen-Trainer über den Club sagt, mit dem er etliche Meisterschaften und Pokale geholt hatte: „Bietigheim liegt uns nicht.“ Die Gäste erwiesen sich als die abgezockte Mannschaft, als die sie vor einem langen Durchhänger gehandelt wurde. Gaudet: „Sie waren voll konzentriert, und sie haben uns eiskalt be-straft.“ Und zwar mit vier Toren in den ersten 18 Minuten – bei 15:7 Schüssen pro Tölz. Der Pfosten und ein gut aufgelegter Williams im Bietigheimer Kasten vereitelten alle Großchancen der Löwen. „Bietigheims Kaltschnäuzigkeit war zu viel für uns“, sagt Gaudet. „Zurückzukommen gegen so eine Mannschaft mit 15 Meisterspielern ist extrem schwer. Sie haben sehr kompakt gespielt. Das war eine Lehrstunde für uns. Es macht keinen Spaß, zu verlieren.“ NICK SCHEDER

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