Nach nur neun Monaten als Nationaltrainer der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat der Landesverband die Zusammenarbeit mit Bert van Marwijk beendet. Der emiratische Verband UAEFA erklärte, dass ein Nachfolger in den kommenden Tagen bestimmt werden solle. Van Marwijk hatte erst Ende Januar den Italiener Alberto Zaccheroni als Nationalcoach abgelöst. Die Emirate hatten beim Golf Cup am Montag eine 2:4-Niederlage gegen Katar kassiert. Damit verpassten die Emirate den Einzug ins Halbfinale gegen Saudi-Arabien. Zwischen 2004 und 2006 hatte Van Marwijk den BVB und in der Saison 2013/14 den HSV für 17 Spiele betreut. Der Posten in den VAE war bereits sein vierter Einsatz als Nationaltrainer. 2010 hatte er sein Heimatland ins WM-Finale geführt. Danach trainierte er noch Saudi-Arabien (2015 bis 2017) und bei der WM 2018 die Auswahl Australiens.
Bundesligist Borussia Mönchengladbach muss nach Pyro-Vorfällen eine geringere Geldstrafe als zunächst ausgesprochen bezahlen, weil ein Täter nachträglich ermittelt wurde. Die im März vom DFB-Sportgericht ausgesprochene Strafe von 80 000 Euro wird um 25 Prozent verringert und beträgt nun nur noch 60 000 Euro. Anlass für die Strafe waren Vorfälle im Dezember 2018, als Gladbach-Fans in Dortmund mindestens 50 Bengalische Feuer abgebrannt und neben Feuerzeugen auch Knallkörper in den Innenraum geworfen haben. Der Verein beantragte jüngst die Wiederaufnahme des Verfahrens, weil ein Täter nachträglich ermittelt worden war. Der zur Saison 2018/19 in Kraft getretene Strafzumessungsleitfaden sieht vor, dass schon bei der Ermittlung eines Täters 25 Prozent weniger Strafe zu bezahlen ist.
Die italienische Sportzeitung „Corriere dello Sport“ hat mit einer Titelseite heftige Rassismusvorwürfe hervorgerufen. Vor dem Spitzenspiel der Serie A zwischen Tabellenführer Inter Mailand und dem AS Rom an diesem Freitag titelte das Blatt mit der Schlagzeile „Black Friday“ und zeigte dazu große Bilder von Inter-Stürmer Romelu Lukaku und Roma-Verteidiger Chris Smalling. Die Zeitung hob hervor, dass die beiden vor ihrem Wechsel nach Italien in dieser Saison bei Manchester United zusammengespielt hätten, sich sehr schätzten und sich immer entschieden gegen Rassismus im Fußball engagiert hätten. Die Antirassismus-Organisation Fare kritisierte das Titelbild heftig. „Die Medien nähren den Rassismus jeden Tag“, schrieb Fare auf Twitter. Auch viele andere Twitter-Nutzer verurteilten den Titel. In italienischen Fußballstadien kommt es immer wieder zu rassistischen Chören gegen dunkelhäutige Spieler. Der AS Rom, Inter und der AC Florenz reagierten empört. Der Begriff „Black Friday“ („Schwarzer Freitag“) stammt ursprünglich aus den USA und kennzeichnet den Startschuss für die Weihnachtseinkäufe.