Tennis
Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon und der roten Asche von Paris feierte Anna-Lena Grönefeld große Erfolge, nun verabschiedet sich die zweimalige Grand-Slam-Siegerin im Mixed vom Tennis und widmet sich anderen Lebensbereichen. Gestern gab die langjährige Fed-Cup-Spielerin aus Nordhorn in den Sozialen Netzwerken ihr Karriereende bekannt. „Dieses kleine Mädchen hatte Träume! Die letzten 18 Jahre durfte sie einen davon leben! Jetzt ist es aber für sie an der Zeit, sich hoffentlich einen anderen Traum, nämlich den einer eigenen Familie, zu erfüllen“, schrieb die 34-Jährige unter ein Foto auf dem Tennisplatz aus Kindertagen. „Ich habe versucht, sie davon zu überzeugen, noch ein Jahr dranzuhängen“, sagte Barbara Rittner, „Head of Women’s Tennis“ beim DTB, in Hamburg: „Sie hat eine tolle Karriere gehabt. Es war schön, sie dabeizuhaben und im Team mit ihr zusammenzuarbeiten. Und ich glaube schon, dass wir sie in Zukunft hier und da mal in gewissen Dingen einbinden können.“ Im Einzel war Grönefeld 2006 bis auf Platz 14 der Weltrangliste vorgestoßen, seit 2012 konzentrierte sie sich ausschließlich auf Doppel und Mixed. Dort hatte sie auch ihre größten Erfolge gefeiert. 2009 holte sie sich in Wimbledon im Mixed an der Seite von Mark Knowles (Bahamas) ihren ersten Major-Titel, fünf Jahre später legte sie bei den French Open mit dem Niederländer Jean-Julien Rojer nach. Im Doppel errang Grönefeld insgesamt 17 Titel auf der WTA-Tour. Mit ihrer niederländischen Partnerin Demi Schuurs war sie jüngst beim WTA-Finale in Shenzhen ins Halbfinale eingezogen.