München – Borussia Mönchengladbach, RB Leipzig, Borussia Dortmund, FC Schalke 04, SC Freiburg und Bayer Leverkusen. All diese Clubs haben eines gemeinsam: Sie stehen nach 14 Spieltagen vor dem FC Bayern. Freilich kommen nicht alle dieser sechs Teams auch ernsthaft für die Schale in Frage. Mit Gladbach sowie den Verfolgern Leipzig und Dortmund hat sich aber ein Trio in Position gebracht, um die achte Münchner Meisterschaft in Serie zu verhindern.
Gladbach-Trainer Marco Rose erklärte nach dem 2:1 gegen den FC Bayern: „Wir haben gegen den deutschen Meister gespielt. Jeder hat gesehen, wo wir hinwollen. Wenn wir soweit sind, können wir auch über runde Teller reden.“ Ganze sechs Punkte vor dem Titelverteidiger rangieren die Leipziger um Neu-Coach Julian Nagelsmann nach dem 3:1-Heimsieg gegen Hoffenheim. RB-Erfolgsgarant ist derzeit Timo Werner. Der Nationalstürmer traf in 14 Ligapartien 15 Mal. Er nährt die Leipziger Hoffnungen auf die erste Meisterschaft der jungen Vereinsgeschichte. Der RB-Coach hat es sogar schon gewagt, den Leipziger Rathausbalkon in Augenschein zu nehmen. Nagelsmann verriet: „Als ich auf dem Weihnachtsmarkt war, habe ich schon mal nachgeschaut. Der Balkon ist sehr klein. Vielleicht können wir den noch etwas vergrößern.“ Ob der Titel für RB wirklich im Rahmen des Möglichen ist, wird sich spätestens am 17. Dezember zeigen. Dann reisen die Leipziger zum Spitzenspiel nach Dortmund. Und der BVB um Lucien Favre hat sich nach Pleiten gegen Bayern (0:4) und den FC Barcelona (1:3) sowie dem peinlichen Remis gegen Paderborn (3:3) wieder gefangen. Nach dem Sieg in Berlin (2:1) ließen die Dortmunder am Samstag eine 5:0-Gala gegen desaströse Düsseldorfer folgen.
In München wird die Konkurrenz sehr ernst genommen. „Wir sind sieben Punkte hinter Gladbach und sechs hinter Leipzig. Das ist viel“, meinte Salihamidzic. Der Rathausbalkon am Marienplatz ist jedenfalls groß genug, der achte Bundesliga-Titel in Folge weiter das erklärte Ziel der Münchner. Der Sportdirektor: „Selbstverständlich bleibt die Meisterschaft das Ziel. Wir müssen Ruhe bewahren. Aber trotzdem müssen wir nach innen sehr ehrlich sein und Klartext sprechen.“ Das tut die Bayern-Konkurrenz jetzt schließlich auch – in Sachen Meisterschaft. jau