Jena – Nach drei sieglosen Partien hat die SpVgg Unterhaching die Trendwende geschafft. Mit dem 3:0 in Jena konnte sich die Mannschaft von Trainer Claus Schromm auch für die 2:3-Derby-Niederlage gegen den TSV 1860 rehabilitieren. Zum neunten Mal in dieser Saison stand am Ende die „Null“ in der Defensive und in Offensive agierten die Hachinger äußerst effizient.
In Thüringen ging ein umgekrempeltes Unterhachinger Team in die Partie. Mit Sascha Bigalke, Niklas Stierlin, Christoph Ehlich und Felix Schröter rückten vier Neue in die Startelf. Aber die Gastgeber, beflügelt durch den 3:2-Auswärtssieg beim FC Bayern II, starteten furios und setzten den Kontrahenten unter Druck. Ein überragender Torhüter Nico Mantl verhinderte Schlimmeres, die Jenaer verzweifelten – zweimal trafen sie die Latte. „Es hätte wirklich anders kommen können, wir hatten diesmal das Quäntchen Glück“, sagte Schromm zur turbulenten Anfangsphase. Erst in der 25. Minute tauchten die Hachinger gefährlich im gegnerischen Strafraum auf und hatten auch gleich Erfolg: Felix Schröter hämmerte das Spielgerät zum 1:0 in den Torwinkel.
Die Jenaer drängten sofort auf den Ausgleich und erhielten die nächste Bestrafung. Eine Flanke von Alexander Winkler köpfte Niclas Stierling in der 45. Minute zur 2:0-Pausenführung in das Netz. „Wir wollten dann schnell nach dem Wechsel nachlegen und dies ist uns geglückt“, freute sich Schromm über das 3:0 nach einer Stunde. Wieder glänzte Winkler als Vorbereiter und Paul Grauschopf staubt aus kurzer Distanz ab. Dem Neuzugang aus Ingolstadt fiel ein Stein vom Herzen: „Nach den letzten nicht so erfolgreichen Spielen war das Ergebnis in Jena natürlich top, mein erster Tor in der dritten Liga war schon ziemlich cool, das gibt uns Rückenwind für die nächsten Spiele gegen Duisburg und Kaiserslautern.“ Nach einer Stunde war der Widerstand der Thüringer gebrochen und die Hachinger vergeigten einige große Kontermöglichkeiten.
Der Trainer zog ein positives Fazit: „Die Mannschaft hat alles reingeschmissen, jetzt haben wir 31 Punkte, dafür wurden wir in der letzten Saison zur gleichen Zeit euphorisch gefeiert, aber jetzt sind wir mittlerweile geerdet und wissen in dieser 3. Liga ist alles möglich.“ Die Stimmung bei der Hachinger Weihnachtsfeier am Mittwoch dürfte nun heiter sein, trotzdem hat Schromm eine besondere Botschaft: „Es gibt keine Geschenke, sondern wir spenden für Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns.“ KLAUS KIRSCHNER