erfolgreich gegen Kündigung

von Redaktion

Chemnitz – Der Fußballer Daniel Frahn ist erfolgreich gegen seine fristlose Kündigung beim Drittligisten Chemnitzer FC vorgegangen. Das Chemnitzer Arbeitsgericht erklärte die Kündigung des Clubs gestern für nicht berechtigt, das Arbeitsverhältnis besteht somit weiterhin. Das bestätigte ein Gerichtssprecher dem Sportinformationsdienst (SID).

„Das Urteil ist ein Skandal“, sagte Klaus Siemon, Insolvenzverwalter des finanziell angeschlagenen Chemnitzer FC, dem SID. „Wer öffentlich seine rechtsradikale Gesinnung zur Schau stellt, kann doch nicht so einfach wieder in die Mannschaft integriert werden. Ich weiß nicht, wie sich das Gericht die Sache vorstellt.“ Der Verein werde „alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um gegen das Urteil anzugehen“, sagte Siemon. Wie mit Frahn heute umgegangen wird, wusste Siemon gestern auch noch nicht zu sagen.

Der Vertrag des Stürmers war am 5. August mit sofortiger Wirkung gekündigt worden. Frahn wurde eine zu große Nähe zur rechtsextremistischen Szene vorgeworfen, nachdem er sich beim Auswärtsspiel in Halle im Gästeblock mit entsprechenden Gruppierungen aufgehalten hatte. Frahn selbst beteuerte, dass er kein Nazi sei.  sid

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