München – Das Trainer-Karussell rotiert beim FC Bayern weiter auf Hochtouren – auch wenn der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge mit aller Macht versucht, die Bremse zu ziehen.
„Wir haben uns bewusst für Hansi Flick entschieden. Er hat einen Matchplan entwickelt, der mir sehr gut gefällt“, lobte Rummenigge im Sky-Interview den Nachfolger von Niko Kovac und schließt ausdrücklich nicht aus, dass Flick auch über den Sommer 2020 die sportlichen Geschicke beim Rekordmeister leitet.
Flick selbst nahm seine Mannschaft in die Pflicht, insbesondere wegen der zuletzt mangelhaften Chancenverwertung. „Meine Philosophie ist, dafür Verständnis zu schaffen, was man in bestimmten Situationen besser machen kann“, so Flick.
Gegenwind bekommen die Bayern-Bosse von ihrem ehemaligen Spieler Didi Hamann. Der Sky-Experte und Ex-England-Legionär outete sich als Fan von Mauricio Pochettino: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass der FC Bayern Pochettino aufgrund seiner fehlenden Deutschkenntnisse nicht in Betracht zieht“, so der 46-Jährige am Rande des Spiels gegen Tottenham, dem Ex-Club des Argentiniers. „Pochettino hat in Tottenham bewiesen, dass er mit großen Spielern umgehen kann. Ich glaube, dass auch die Fans für diese Entscheidung kein Verständnis haben. Als FC Bayern muss man das Ziel haben, die Besten zu verpflichten. Wenn ich die Wahl habe zwischen ten Hag und Pochettino, dann wähle ich Mauricio Pochettino.“
Lothar Matthäus, Hamanns Sky-Kollege, schreibt Thomas Tuchel noch nicht als Bayern-Trainer ab. „Wenn Tuchel das Halbfinale nicht erreicht, wird Paris über einen neuen Trainer nachdenken und dann wäre Tuchel frei für Bayern“, so der 58-Jährige.