Terodde statt Ronaldo

von Redaktion

Nach dem CL-Aus freut sich Leverkusen auf das Derby gegen Köln

Leverkusen – Champions-League-Fieber erloschen, Derby-Fieber entbrannt: Nach dem vorhersehbaren Aus in der Königsklasse durch die 0:2-Pleite gegen Juventus Turin richteten die Profis von Bayer Leverkusen noch in der Nacht den Blick auf das prestigeträchtige Duell am Samstag beim Tabellenschlusslicht 1. FC Köln.

Simon Terodde und Jhon Cordoba statt Cristiano Ronaldo und Gonzalo Higuain heißen nun die nächsten Gegner. Die beiden Turiner Superstars hatten der Werkself mit ihren Treffern (75. und 90.+2) noch einmal die Grenzen auf der größten internationalen Bühne aufgezeigt.

„Wir dürfen uns durch diese Niederlage nicht runterziehen lassen und müssen auf die guten Leistungen davor in Moskau, München und gegen Schalke aufbauen“, sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler mit Blick auf die Begegnung beim Liga-Schlusslicht: „Das wird ein ganz schweres Spiel, völlig unabhängig vom Tabellenplatz dieser beiden Mannschaften. Das spielt im Derby keine Rolle.“

Vor allem der 2:0-Erfolg in Moskau Ende November hatte Bayer das Überwintern im Europacup gesichert. Doch zwei Siege in sechs Spielen reichten nicht zum Weiterkommen in der Champions League, für Bayer geht es 2020 eine Etage tiefer in der Europa League weiter. „Das nehmen wir an und wollen im neuen Jahr das Beste daraus machen“, sagte Völler, der aber ebenso wie die Spieler zunächst noch aus den drei Spielen vor Weihnachten gegen die Kellerkinder Köln, Hertha BSC und FSV Mainz 05 das Optimum herausholen möchte.

„Wir müssen in den letzten Spielen des Jahres so viele Punkte wie möglich holen, damit wir uns in der Spitzengruppe festsetzen“, sagte Torwart Lukas Hradecky, der ebenfalls schon Feuer und Flamme für sein erstes Derby gegen die Geißböcke war: „Das wird etwas ganz Besonderes, ich fiebere dem Samstag entgegen und hoffe, dass wir in der kurzen Zeit gut regenerieren können.“

In Leverkusen fiebert man jetzt also auf das Derby hin, doch in Trainer Peter Bosz arbeitete das Scheitern noch länger. „Da war mehr drin“, sagte der Niederländer nachvollziehbar als Gruppenfazit. Bayer behauptete sich in der starken Gruppe oft gut. Doch Bosz analysierte ebenfalls zurecht mit Blick auf das Spiel in Madrid und die Duelle mit Turin: „Das ist der Unterschied, dass wir solche Spiele gegen Top-Mannschaften nicht gewinnen.“  sid/dpa

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