Halbfinal-Reisen nach Franken waren zuletzt Standard für die Totopokal-Löwen. 2018 in Bayreuth (1:2) und 2019 in Aschaffenburg (2:3) gab es nichts zu gewinnen – so gesehen ist das Ergebnis der gestrigen Auslosung positiv zu werten: Der Kelch mit den Losen Aschaffenburg und Würzburg ist am frankengeschädigten TSV 1860 vorbeigegangen. Memmingen ist es geworden. Der Drittligist darf sich also auf eine Fahrt ans „Tor zum Allgäu“ einstellen, am 20. oder 21. April – in eine Stadt, die für Sechzig-Fans positiv besetzt ist. Zur Erinnerung: Im ersten Regionalligaspiel nach dem Doppelabstieg mussten die Giesinger ebenfalls in die Heimatstadt von Timo Gebhart, das Ende ist bekannt. Durch furiose Tore gewannen Gebhart und Co. mit 4:1 und holten sich Schwung für den Start-Ziel-Triumph, der im dem Relegations-Happyend gegen Saarbrücken mündete. Auch bei der Neuauflage 2020 ist die Favoritenfrage eindeutig: Memmingen belegt aktuell den vorletzten Platz in der bereits pausierenden Regionalliga Bayern. Der 1907 gegründete FCM hat nur eines der vergangenen zehn Spiele gewonnen. ulk