Am Debütanten zerschellt

von Redaktion

Red Bull München zieht auch in Iserlohn mit 0:1 den Kürzeren

Iserlohn – Zwei Minuten vor Schluss setzte Münchens Trainer Don Jackson alles auf eine Karte. Der Red-Bull-Coach beorderte seinen Torhüter Daniel Fießinger vom Eis. Doch der nächste Nackenschlag war nicht mehr abzuwenden. Am Ende stand ein 0:1 (0:0, 0:1, 0:0) bei den Iserlohn Roosters. Die dritte Niederlage binnen einer Woche. Womit dem rauschhaften Saisonstart nun also endgültig ein grauer Dezember gefolgt ist.. Wenn das Polster an der Spitze auch noch immer komfortabel ist: Fünf Punkte hat München Verfolger Straubing voraus.

Doch es zeigte sich schnell: Dieser erste Auftritt nach dem Aus in Europa würde kaum zur Seelenmassage taugen. Iserlohn rannte, Iserlohn setzte Nadelstiche wie etwa einen Alleingang von Torjäger Mike Halmo Mitte des ersten Drittels. Und vor allem hatten die Roosters Jonas Neffin. Der 19-Jährige ist am Seilersee zwar eigentlich nur Schlussmann Nummer drei und durfte nur wegen der Verletzungen der beiden Stammkräfte ran. Doch er hielt in seinem ersten DEL-Einsatz überhaupt, was auch immer auf sein Tor zugeflogen kam. Sogar einen Penalty von Jason Jaffray machte er zunichte.

Und so reichte dann der Geniestreich von Alexandre Grenier (26.) um die Sensation perfekt zu machen. Der Kanadier drehte sich um Gegenspieler Maximilian Daubner herum und überrumpelte auch Daniel Fießinger. Der nahm es gefasst: „Wer trifft, der gewinnt – so ist das manchmal.“ Eishockey kann so einfach sein.  rp

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