Frankfurt – Der Jubel war riesig, als Kapitänin Melanie Leupolz in der 89. Minute einen Torwartfehler der Frankfurterin Bryane Haeberlin zum späten 3:2-Siegtreffer nutzte. Als die Partie der Frauen des FC Bayern wenig später abgepfiffen wurde, rannte der erleichterte Trainer Jens Scheuer auf den Platz zu jeder einzelnen Spielerin und bedankte sich für den starken Einsatz im schmuddeligen Frankfurter Wetter auf einem schwer zu bespielenden Platz.
Früh war Laura Freigang (9,) der Bayern-Abwehr entwischt, die Torjägerin des FFC Frankfurt erzielte das 1:0. Doch die Bayern-Frauen kämpften sich zurück, nach einem präzisen, langen Ball von Melanie Leupolz lupfte Lineth Beerensteyn (29.) den Ball zum Ausgleich in die Maschen. Carolin Simon (48.) erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß das 2:1, die Bayern-Frauen schienen auf der Siegerstraße. Doch erneut Freigang (72.) verpasste den Bayern-Frauen in einer turbulenten Partie den zweiten Schock, bevor Leupolz für das Happy End im letzten Spiel des Jahres sorgte.
„Nach dem Ausgleich muss man erstmal die Kraft im Kopf haben, noch an den Sieg zu glauben“, lobte Scheuer. Die Bayern-Frauen bauen somit ihre Serie in der Bundesliga auf sieben Partien ohne Niederlage aus, seit Mitte Oktober hat die Mannschaft 19 von 21 Punkten geholt und überwintert auf Platz drei. cs