Streit beigelegt? Pechstein widerspricht

von Redaktion

DESG-Darstellung eine „einseitige Sicht“

Nagano – Einen Tag nach einer Mitteilung der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG hat Claudia Pechstein eine einvernehmliche Beilegung des Streits mit Bundestrainer Erik Bouwman dementiert. „Diese Darstellung ist eine einseitige Sicht der DESG. Das Thema ist definitiv nicht vom Tisch“, sagte die fünfmalige Olympiasiegerin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Der Verband hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Pechstein und Bouwman ihre „Differenzen in einem persönlichen Gespräch beigelegt“ hätten und dass der Niederländer sich für seine Wortwahl im Sommer entschuldigt habe. Er hatte damals erklärt, dass er „keinen Bock“ habe, dass Pechstein in seiner Gruppe trainiere.

„Es hat ein 90-sekündiges Gespräch am Flughafen in Tokio gegeben, das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber von einer einvernehmlichen Streit-Beilegung weiß ich nichts. Zumal sich auch Sportdirektor Matthias Kulik bisher nicht für sein Fehlverhalten in diesem Fall bei mir entschuldigt hat“, sagte Pechstein, die sich nun in Nagano auf den Sport konzentrieren und erst kommende Woche ausführlich zu dem Fall äußern will. Zum Auftakt der Rennen war Pechstein mit 47 Jahren die beste Deutsche und wurde im Massenstartrennen Neunte.  dpa

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