Nübel im Kung-Fu-Stil – ein Torhüter sieht Rot

von Redaktion

Es war der Aufreger des Spieltags, jene Szene in der 66. Minute der Partie zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt. Schlussmann Alexander Nübel stürmte aus seinem Tor und streckte den Frankfurter Mijat Gacinovic mit einem Kung-Fu-Tritt nieder. Beendet war der Arbeitstag für beide. Der Serbe wurde mit schwerer Rippenprellung ins Krankenhaus gebracht, Nübel ging mit der Roten Karte unter die Dusche. Und musste sich fortan Vergleiche mit Ex-Nationaltorhüter Toni Schumacher gefallen lassen. Der hatte bei der WM 1982 im Halbfinale den Franzosen Patrick Battiston niedergestreckt und schwer verletzt. Zumindest Daniel Caligiuri warb um Nachsicht für seinen Mitspieler. „Wer Alex kennt, weiß, dass er das nicht mit Absicht macht. Es tut ihm total leid“, sagte der Schalker Mittelfeldspieler. Nübels Kurzschluss bescherte Ersatz-Torhüter Markus Schubert eine unerwartete Bewährungsprobe. Und die bestand der frühere Dresdner mit Bravour. Schubert überstand in seinem Noteinsatz auch prekärste Situationen unbeschadet und hielt den 1:0-Erfolg fest, mit dem sich die Gelsenkirchener auf den vierten Tabellenplatz schoben. Trainer David Wagner wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. Der S04-Coach stürmte nach dem Schlusspfiff aufs Feld und herzte Schubert. Foto: Team2

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