„Vielleicht muss ich da nicht hingehen“

von Redaktion

Nach seinem brutalen Foul zeigt sich der S04-Keeper reumütig

Gelsenkirchen – Nach seinem Kung-Fu-Tritt sprang Alexander Nübel sogar sein Opfer zur Seite. „Danke, dass du dich sofort entschuldigt hast. Das kann im Fußball vorkommen“, schrieb Mijat Gacinovic bei Instagram und nahm den Torhüter von Schalke 04 in Schutz. Der Kapitän der Königsblauen kommt aber nach seinem brutalen Foul wohl nicht um eine lange Zwangspause herum (Schalkes Ex-Trainer Felix Magath etwa forderte eine Sperre von mindestens sechs Wochen) – und hat viel Zeit nachzudenken, vor allem über seine ungeklärte Zukunft.

Einen Gefallen tat sich Nübel mit der Roten Karte beim 1:0 gegen Eintracht Frankfurt nicht. Nach seinem folgenschweren Patzer beim 1:2 in Leverkusen machte der Keeper wieder von sich reden – aber ganz anders, als er es sich in dieser entscheidenden Phase seiner Karriere vorgestellt hatte.

Inzwischen hat sich Nübel für die Szene entschuldigt: „Es tut mir sehr, sehr leid für den Spieler. Ich will ihn nicht treffen, ich will zum Ball gehen“, sagte der 23-Jährige der „Funke Mediengruppe“. Er habe Gacinovic noch am Sonntag „angerufen und gefragt, ob alles gut ist“, berichtete Nübel, der für die Aktion in der 66. Minute die Rote Karte sah: „Er hat mir gesagt, die Rippen seien stark geprellt, es würde sehr, sehr weh tun. Er hat die Entschuldigung angenommen. Das fand ich sehr, sehr stark.“

Die Szene beschrieb Nübel wie folgt: „Es kam ein Ball in die Schnittstelle. Im Bruchteil einer Sekunde muss man entscheiden. Deswegen war es in dem Moment egal, ob ich die Rote Karte bekomme.“ Im Nachhinein überlege er: „Vielleicht muss ich gar nicht hingehen, es waren genug Spieler da.“

Mit der möglichen Dauer der Sperre hat sich der frühere U21-Nationaltorhüter nach eigener Auskunft noch nicht beschäftigt. „Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht“, sagte er: „Ich weiß nicht, wie viele Spiele man dafür bekommt.“  sid

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